„Blind gehört Live“ mit Golda Schultz

„Jetzt passiert etwas Himmlisches!“

Golda Schultz hört und kommentiert live Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie vorher erfährt, wer singt.

© Konrad Hirsch

„Blind gehört Live“ mit Golda Schultz in München

„Blind gehört Live“ mit Golda Schultz in München

Letzte Woche fand in München die Wiederaufnahme unseres beliebten Interview-Formates „Blind gehört Live“ statt. Die Sopranistin Golda Schultz stellte sich dem Klassik-Quiz in den Räumlichkeiten der Reisenberger Galerien, Mitveranstalter und Gastgeber des Abends. Dort steht das Lautsprechersystem von Avantgarde Acoustic, das nicht nur futuristisch anmutet, sondern vor allem einen besonders perfekten Klang erzeugt. Beste Voraussetzungen für Golda Schultz, zehn Musikstücke aus der Welt des Gesangs zu erkennen, zu genießen und zu kommentieren. „Ich bin ein Lautsprecher-Freak“, freute sich die Künstlerin bereits vor dem Interview. Ein exklusives Publikum lauschte dem spontanen Feedback der südafrikanischen Sängerin auf die Musik.

Golda Schultz studierte erst Journalistik und dann Operngesang an der University of Cape Town sowie der New Yorker Juilliard School. Nach Deutschland kam sie als Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo sie bis heute ein gern gesehener Gast ist. Im Juli war sie als Liù in Puccinis „Turandot“ zu erleben. Weitere Engagements führen sie nach Zürich, Wien und an die Metropolitan Opera in New York.

Golda Schultz ist wahre Traumbesetzung

© Konrad Hirsch

Golda Schultz

Golda Schultz

Susanne Bánhidai, stellvertretende Redaktionsleiterin von concerti, führte durch den Abend und stellte die geheime Playlist aus Opernarien und Liedern zusammen. Mit viel Witz und Charme ließ Golda Schultz die Hörerschaft an ihrer künstlerischen Expertise teilhaben. Zum Beispiel konnte man erfahren, warum Maria Callas so eine großartige Sängerin war, was man von Erwin Schrott auf der Bühne lernen kann und wie ihre Begegnung mit Kiri Te Kanawa, ihrem großen Vorbild, verlief. Und dass Anja Harteros in der Rolle der Gräfin aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ für sie das absolute Non plus Ultra darstellt: „Jetzt passiert etwas Himmlisches!“, sagt sie über ihre Interpretation der Arie „Porgi amor“.

Ähnliche Superlative fanden wir und das Publikum über die gelungene Wiederaufnahme der Veranstaltungsreihe. Ein Besucher schrieb am nächsten Tag: „Uns hat das Format sehr gut gefallen und mit Golda Schultz ist es Ihnen gelungen eine wahre Traumbesetzung zu finden. Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und Euphorie Frau Schultz uns in ihre Welt der klassischen Musik mitgenommen hat. Vielen Dank für diese inspirierende Veranstaltung!“ Fortsetzung folgt.

Das ganze „Blind gehört“ wird in der Januar-Ausgabe parallel zu Golda Schultz’ Präsenz an der Bayerischen Staatsoper als Micaela in „Carmen“ abgedruckt.

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