Alexander von Zemlinsky

Alexander von Zemlinsky (* 14. Oktober 1871 in Wien; † 15. März 1942 in Larchmont) wurde in seinem Schaffen stark von Brahms und Wagner sowie von seinen Zeitgenossen Gustav Mahler und Arnold Schönberg beeinflusst. Schönberg war nicht nur sein ehemaliger Kompositionsschüler und enger Freund, er wurde nach der Heirat mit Zemlinskys Schwester auch dessen Schwager.
Neben Orchesterstücken und einer Reihe von Liedern sowie Chor- und Kammermusik komponierte Alexander von Zemlinsky hauptsächlich Bühnenwerke wie die Opern „Sarema“, „Eine florentinische Tragödie“ oder „Der Zwerg“. Zu letzterer wurde er von Alma Schindler inspiriert, der späteren Frau Mahlers, zu der er eine innige Liebe hegte.
Obwohl Zemlinsky in seinen Kompositionen danach strebte, seine Musik bis an die äußersten Grenzen tonaler Harmonik voranzutreiben, blieb er immer innerhalb selbiger und verweigerte den Schritt zur Atonalität. Letztlich führte das zum Bruch mit Schönberg, der sich immer mehr der Zwölftontechnik zuwandte, und dazu, dass er als „Spätromantiker“ abgetan wurde und dadurch nicht aus dem Schatten seiner Zeitgenossen treten konnte. Nach seinem Tod geriet er immer mehr in Vergessenheit. Alexander von Zemlinskys Werke wurden erst in den 1970er-Jahren wiederentdeckt.
Sonntag, 09.10.2022 19:00 Uhr Ölberg-Kirche Berlin

Die Inspiration Brahms

Martin Stoyanov (Klarinette), Syon Najman (Violoncello), Gergana Nestorova (Klavier)

Samstag, 22.10.2022 19:30 Uhr Zitadelle Spandau Berlin

Ecelga Bläserquintett

Verdi: Ouvertüre zu „La Forza del Desitino“, Puccini: Auszüge aus „La Bohème“, Cambini: Quintett Nr. 2 d-Moll, Berio: Opus Number Zoo, Zemlinsky: Humoreske, Dvořák: Amerikanisches Quintett op. 96

Sonntag, 23.10.2022 17:00 Uhr Palais Prinz Carl Heidelberg

Isaak Hövel

Louis Vierne: 12 Préludes op. 36, Beethoven: Sonate Fis-Dur op. 78, Zemlinsky: Waldseligkeit op. 9/2, Medtner: Sonate-Balade Fis-Dur op. 27

Samstag, 05.11.2022 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Vivi Vassileva, Polish National Radio Symphony Orchestra, Titus Engel

Cerha: Schlagzeugkonzert, Lutosławski: Mi-parti, Zemlinsky: Sinfonietta op. 23

Samstag, 05.11.2022 20:00 Uhr Parktheater Bensheim

Phaeton Piano Trio

Rachmaninow: Trio Élégiaque Nr. 1 g-Moll, Zemlinsky: Klaviertrio D-Dur op. 3, Saint-Saëns: Klavertrio e-Moll op. 92

Sonntag, 06.11.2022 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Vivi Vassileva, Polish National Radio Symphony Orchestra, Titus Engel

Zemlinsky: Sinfonietta op. 23, Lutoslawski: Mi-Parti, Cerha: Schlagzeugkonzert

Samstag, 12.11.2022 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Siobhan Stagg, Johannes Schlaf, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vasily Petrenko

Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385, Berg: Sieben frühe Lieder, Zemlinsky: Die Seejungfrau

Sonntag, 13.11.2022 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Siobhan Stagg, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vasily Petrenko

Mozart: Sinfonie D-Dur KV 385, Berg: Sieben frühe Lieder, Zemlinsky: Die Seejungfrau

Samstag, 19.11.2022 19:30 Uhr Oper Köln (Staatenhaus)

Zemlinsky: Der Zwerg/Strawinsky: Petruschka (Premiere)

Richard Siegal (Choreografie), Lawrence Renes (Leitung), Paul-Georg-Dietrich (Regie)

Sonntag, 20.11.2022 11:00 Uhr Neues Schloss Stuttgart

Norbert Kaiser, Marc Engelhardt, Martin Funda, Tristan Cornut, Studierende der …

Nielsen: Serenata Invano – Vergebliches Ständchen, Zemlinsky: Zwei Fragmente, Eisler: Duo op. 7/1, Schubert: Oktett F-Dur

Opern-Kritik: Deutsche Oper Berlin – Der Zwerg

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(Berlin, 24.3.2019) Das baldige Bayreuther Regie-Duo Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier deuten Zemlinskys Oper auf zwingende Weise biografisch, GMD Donald Runnicles feiert einen Heimspielsieg. weiter

Opern-Kritik: Opéra de Lyon – Der Kreidekreis

„Me too“ auf der Opernbühne

(Lyon, 20.1.2018) Im „Opernhaus des Jahres“ wird bewiesen: Der sexuelle Missbrauch im alten China hat viel mit der Gegenwart gemein weiter

Rezension Feininger Trio – Brahms & Zemlinsky

Kurioser Januskopf

Während das dritte Klaviertrio von Brahms etwas kalkuliert wirkt, legen die Herren vom Feininger Trio bei Zemlinsky innigste Leidenschaft und Inbrunst an den Tag. weiter

CD-Rezension Bertrand de Billy dirigiert Zemlinsky

Gebremste Kraft

Die Schärfen und Pointen der flirrenden, blitzenden, nuancenreichen Partitur Zemlinskys werden hier leider ausgebremst weiter