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Andrè Schuen und Daniel Heide zwischen Albtraum und Ekstase

Eintauchen in die Traumwelt der Spätromantik

Bariton Andrè Schuen und sein Liedbegleiter Daniel Heide erforschen Traum, Fantastik und das Unbewusste im spätromantischen Lied.

vonPatrick Erb,

Jede Epoche entwickelt ihre bevorzugten Themenkreise. Besingt die frühe Romantik noch die Liebe des kleinen Menschen zur übermächtigen Natur, so findet die Spätromantik, getrieben von der Faszination des seelischen Innern, im Traum einen nahezu grenzenlosen metaphysischen Zufluchtsort. Er steht für das Unbewusste, das Verborgene und nach innen Gewandte, eröffnet Räume des Irrealen, Fantastischen und Bedrohlichen und stellt sich dem Träumenden nicht selten in Momenten äußerster Anspannung oder existenzieller Nähe zum Tod ein. Ein zentraler Gefährte ist dabei die Nacht, die dem Traum seinen atmosphärischen Rahmen verleiht. Mit Liedern von Richard Wagner, Richard Strauss und Alexander Zemlinsky erkunden Bariton Andrè Schuen und sein langjähriger Klavierpartner Daniel Heide dieses Spannungsfeld zwischen schillernden Visionen und beklemmend realen Albträumen. Wer im Februar den Liederabend mit Andrè Schuen im Berliner Pierre Boulez Saal zeitlich nicht schafft, hat nach kurzer Pause im April in Graz, Stuttgart oder Bonn die Chance, in diese Traumwelt zwischen Fantastik und Neurose einzutauchen.

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