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Isarphilharmonie: Barbara Hannigan bei den Münchner Philharmonikern

Tänzerisch und sinnlich

Barbara Hannigan und die Münchner Philharmoniker ergründen in der Isarphilharmonie Musik von Haydn bis Copland.

vonJan-Hendrik Maier,

Wenn es dem Puls und dem emotionalen Ausdruck der Musik entspricht, kann es vorkommen, dass Barbara Hannigans ausladende Gesten beim Publikum den Eindruck erwecken, sie würde sich selbst umarmen. Ansteckende Sinnlichkeit und ein Gespür für die dramaturgischen Qualitäten der Musik zeichnen die Bühnenpräsenz der kanadischen Künstlerin aus, die wie keine Zweite in der Klassikwelt ihre Berufungen als Dirigentin und Sopranistin miteinander verbindet. Auch programmatisch setzt die 55-jährige Grammy-Preisträgerin regelmäßig fein abgestimmte und detailliert recherchierte Akzente, die den Horizont ihrer Zuhörer im positiven Sinn erweitern. Nach einer radikalen Betrachtung des amerikanischen Traums in der Vorsaison nimmt Hannigan bei den Münchner Philharmonikern nun das Tänzerische in Werken von Joseph Haydn bis Aaron Copland unter die Lupe. Dass Hannigan in der Isarphilharmonie dabei auch selbst zu hören sein wird, versteht sich von selbst. In München leiht sie ausgewählten Liedern von Kurt Weill ihre Stimme.

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