Mehrere englische Komponisten ließen sich an der Wende zum 20. Jahrhundert von der Faszinationskraft des Ozeans beflügeln. Während Claude Debussy in Frankreich mit seinem Orchesterwerk „La Mer“ ein Meisterwerk des Impressionismus schuf, entstanden auf der anderen Seite des Ärmelkanals Charles Villiers Stanfords „Songs of the Sea“ und „Songs of the Fleet“, Frank Bridges Orchestersuite „The Sea“, Edward Elgars „Sea Pictures“ und Ralph Vaughan Williams’ „Sea Symphony“. Die letzten beiden Werke sorgen auch beim Konzert des Chors St. Michaelis und des Ensemble Reflektor in Großen Saal der Elbphilharmonie für maritime Frische. In etwa zeitgleich mit Gustav Mahlers achter Sinfonie komponierte Vaughan Williams in den Jahren 1903 bis 1909 mit seiner „Sea Symphony“ eines der ersten chorsinfonischen Werke. Mit romantischem Überschwang erzählt es von der Unbeherrschbarkeit des Meeres, während Elgar in seinen „Sea Pictures“ Seefahrerträume und -legenden aufleben lässt. Felix Mendelssohns „Hebriden“-Ouvertüre schließlich lässt die geheimnisvolle Atmosphäre der schottischen Inselwelt in farbreichen Klängen aufscheinen.
St. Michaelis in der Elbphilharmonie: Klangwelten des Meeres
Von Meereswogen, Inselwelten und Seefahrerträumen
Mit dem Chor St. Michaelis und dem Ensemble Reflektor wird die Elbphilharmonie Hamburg zum Klangraum des Meeres.
© Michael Zapf
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