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Simon Rattle dirigiert Mahlers „Auferstehungssinfonie“ in Berlin

Große Lebensfragen

Mit Gustav Mahlers zweiter Sinfonie präsentiert Simon Rattle am Pult der Staatskapelle Berlin ein philosophisches Klangfresko.

vonJan-Hendrik Maier,

„Aufersteh’n, ja aufersteh’n wirst du, mein Herz, in einem Nu! Was du geschlagen, zu Gott wird es dich tragen!“ Mit diesen hoffnungsvollen Worten des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock endet Gustav Mahlers zweite Sinfonie apotheotisch in triumphalem Es-Dur. Neunzig Minuten lang führt das mit großem Sinfonie- und Fernorchester, Orgel, Glocken, zwei Solistinnen und Chor üppig besetzte Werk durch verschiedene menschliche Gefühlswelten. Dabei schuf Mahler nicht weniger als ein Klangfresko, das die Themen von Leben, Tod und Glauben philosophisch ausdeutet. Fielen die Reaktionen nach der Uraufführung 1895 eher verhalten aus – die zeitgenössische Kritik spöttelte bisweilen von „Lärm, Skandal, Unfug und Umsturz“ –, gilt die „Auferstehungssinfonie“ heute als eines der beliebtesten Werke des Komponisten. In Berlin erklingt sie nun in Starbesetzung mit der von Simon Rattle geleiteten Staatskapelle sowie Sopranistin Christiane Karg und Mezzosopranistin Karen Cargill.

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