TV-Tipp: „Mozart-Session“ auf arte

Für jeden ein eigenes Wolferl

Heute dreht sich auf arte um 18:25 Uhr alles rund um die Kompositionen von Mozart – und zwar aus der Sicht von Anna Prohaska, Andreas Ottensamer und Caspar Frantz

© gemeinfrei

Wolfgang Amadeus Mozart. Gemälde von Barbara Kraft 1819

Wolfgang Amadeus Mozart. Gemälde von Barbara Kraft 1819

Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart ist nach wie vor ein Phänomen: Mit ihr lassen sich meterweise CD- und Buchregale füllen, denn von kaum einem anderen Komponisten gibt es derart viele unterschiedliche Einspielungen – von all den unterschiedlichen Forschungsansätzen in der Fachliteratur ganz zu schweigen. Und dann erst noch seine eigenen Briefe und die unzähligen Biografien, die über ihn geschrieben wurden! Fast könnte man meinen, dass es bei Mozart nichts Neues mehr zu entdecken gäbe, dass bereits alles gesagt und gespielt wurde.

Dass dem – natürlich – nicht so ist, beweisen Musiker weltweit täglich mit ihren neuen Interpretationen und ihren eigenen Sichtweisen auf den bekanntesten Komponisten schlechthin. Drei dieser Musiker sind die Sopranistin Anna Prohaska, der Klarinettist Andreas Ottensamer und der Pianist Caspar Frantz, die sich unlängst im Berliner Säälchen nicht nur als Kollegen, sondern auch als Freunde getroffen haben, um vor Publikum Mozart zu spielen. Und über ihn, seine Musik und auch seine Zeit zu diskutieren. Begleitet werden sie dabei von der Kammerakademie Potsdam.

So individuell kann Mozart sein

Das Interessante an diesem Zusammentreffen: Prohaska, Ottensamer und Frantz treten quasi in einen freundschaftlichen Wettstreit, wenn es darum geht, ihre eigene Sichtweise auf Mozart dem Publikum näherzubringen. Welche Interpretationen können wohl letztlich überzeugen? Die Reaktionen werden jedenfalls hautnah zu erleben sein, denn im Säälchen begegnen sich Musiker und Zuschauer auf Augenhöhe – sie spielen und sitzen auf der gleichen Ebene – und auf engstem Raum.

Als besonderes Schmankerl wurden extra für dieses musikalische Zusammentreffen einige von Mozarts Werken neu arrangiert. Womit selbst längst bekannte Melodien erfrischend neu erklingen. Der deutsch-französische Sender arte überträgt die „Mozart-Session“ heute um 18:25 Uhr im Fernsehen.

Anna Prohaska singt Mozart:

concerti-Tipp:

„Mozart-Session“
So. 14.1., 18:25 Uhr
Mit: Anna Prohaska, Andreas Ottensamer, Caspar Frantz und der Kammerakademie Potsdam
arte

Termine

Dienstag, 20.10.2020 19:30 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Andreas Ottensamer, José Gallardo, Holger Wemhoff

Werke von Brahms, Mendelssohn, Piazzolla & Gershwin

Montag, 10.05.2021 19:30 Uhr NDR Landesfunkhaus Hannover
Freitag, 25.06.2021 20:00 Uhr Gasteig München

Andreas Ottensamer, Gulbenkian Orchestra Lissabon, Lorenzo Viotti

Rossini: Ouvertüre zu „Die diebische Elster“, Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73, Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622

Donnerstag, 01.07.2021 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Andreas Ottensamer, Gautier Capuçon, Yuja Wang

Brahms: Klarinettentrio op. 114, Zemlinsky: Klarinettentrio d-Moll op. 3

Auch interessant

concerti Klassik-Daily mit Holger Wemhoff – Folge 54 mit Andreas Ottensamer

„Es herrscht ein erschreckender Informationsmangel“

In Zeiten von Corona blickt Moderator Holger Wemhoff im concerti Klassik-Daily ins Innere der Klassikszene. Folge 54 mit Andreas Ottensamer. weiter

concerti Klassik-Daily mit Holger Wemhoff – Folge 6 mit Andreas Ottensamer und Lorenzo Viotti

„Wir hoffen, dass die Leute es wirklich ernst nehmen“

In Zeiten von Corona blickt Moderator Holger Wemhoff im concerti Klassik-Daily ins Innere der Klassikszene. Folge 6 mit Andreas Ottensamer und Lorenzo Viotti. weiter

Pfingstkonzert der Kammerakademie Potsdam

Wenn Orchesterkollegen ein klingendes Bündnis bilden

Ein Spitzentrio der Holzbläser lockt in Potsdam mit erlesenen Repertoireperlen. weiter

Rezensionen

Rezension Andreas Ottensamer – Blue Hour

Perlend

Im Zentrum dieser Aufnahme steht Andreas Ottensamer, dessen Qualitäten unstrittig sind und die sich in einem farbigen Spiel dokumentieren. weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *