TV-Tipp 24.3.: „Stars von morgen“ auf arte

Eine Bühne für den Nachwuchs

Was Rolando Villazón alles erreicht hat, möchten viele Nachwuchskünstler auch. Heute dürfen sich wieder vier von ihnen in seiner Sendung „Stars von morgen“ präsentieren.

© Marcus Höhn

Rolando Villazón

Rolando Villazón

Bis zur großen und internationalen Karriere fehlt nicht mehr viel. Doch bevor es so weit ist, dürfen die „Stars von morgen“ dem Publikum in Rolando Villazóns gleichnamiger Sendung nochmal in lockerer Atmosphäre ihr Können unter Beweis stellen. Jeweils vier Nachwuchsmusiker treten pro Sendung auf. Der mexikanische Tenor bietet ihnen nicht nur eine musikalische Bühne, sondern auch eine Plattform, um sich in Kurzinterviews als Künstlerpersönlichkeit vorzustellen. Unterstützung bekommen sie von dem „Hausorchester“ der Sendung, der Jungen Philharmonie Berlin unter der Leitung der französischen Dirigentin Marie Jacquot. Diese Folge hält eine besondere Premiere bereit, denn die erst 16-jährige Adriana Babin tritt mit einem Instrument auf, das es bislang noch nie in die Sendung geschafft hat: die Panflöte.

In „Stars von morgen“ erobert die Panflöte die Klassikbühne

Fälschlicherweise denken viele, die Panflöte komme aus Südamerika, doch ihr Ursprung liegt im antiken Griechenland. Der Sage nach wollte der Hirtengott Pan die Nymphe Syrinx ehelichen, doch die lehnte ab und verwandelte sich in ein Schilfrohr. Der verzweifelte Pan schnitt daraus die heute nach ihm benannte Flöte. Die ist in Babins Heimat Moldawien ein Nationalinstrument, und so kam die Musikerin schon früh mit ihr in Berührung. Auf der Bühne von „Stars von morgen“ ist sie die erste Panflötistin. Für diesen besonderen Anlass interpretiert sie Béla Bartóks „Rumänische Volkstänze“ und bringt damit osteuropäische Exotik ins Programm.

Royale Zuhörer

Mit gerade einmal fünf Jahren spielte die Geigerin Eldbjørg Hemsing mit ihrer Schwester vor der norwegischen Königsfamilie vor – was mit Blick auf ihre Herkunft nicht überrascht, denn nicht nur sie und ihre Schwester, sondern auch ihr Bruder und ihre Mutter spielen Violine. Die nahm schon früh ihre Kinder mit zu ihren Konzerten. Internationale Bekanntheit erlangte Eldbjørg Hemsing mit ihrem Auftritt bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo 2012. Heute spielt die 29-Jährige eine Geige aus dem Hause Guadagnini von 1754. Für die Sendung „Stars von morgen“ hat sie das vergessene Violinkonzert von ihrem Landsmann Hjalmar Borgstrøm vorbereitet. Die Noten für das Werk hatte sie von einem befreundeten Dirigenten geschenkt bekommen.

Auch der junge Bariton Johannes Kammler ist gefragt – kein Wunder, hat er doch schon mit Dirigenten wie Gustavo Dudamel und Sir Simon Rattle zusammengearbeitet. Als herausragend aber bezeichnet er die Arbeit mit dem Dirigenten Kirill Petrenko. Und das zahlt sich aus: Im letzten Jahr erreichte er das Finale bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb. Heute Abend interpretiert er die Arie „Heiterkeit und Fröhlichkeit“ aus Lortzings „Wildschütz“.

Maßgeschneiderte Trompete

Last but not least präsentiert sich der ungarische Trompeter Tamás Pálfalvi, der vor allem sein Instrument vorstellt, das extra für ihn gebaut wurde. Jedes einzelne Teil an seiner Trompete wurde erprobt und von der Firma Adams in Holland für ihn angefertigt. Guten Kontakt pflegt Pálfalvi zu Peter Eötvös, der ihm sogar ein eigenes Stück komponierte.

arte überträgt „Stars von morgen“ heute Abend um 17.40 Uhr. Bis zum 22. Juni ist die Sendung auch in der Mediathek abrufbar.

Geigerin Eldbjørg Hemsing über das Violinkonzert von Hjalmar Borgstrøm:

Concerti-Tipp:

„Stars von morgen“, präsentiert von Rolando Villazón
24.3.2019, 17:40 Uhr
Johannes Kammler (Bariton), Eldbjørg Hemsing (Violine), Tamás Pálfalvi (Trompete), Adriana Babin (Panflöte), Junge Sinfonie Berlin, Marie Jacquot (Leitung)
arte

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