Distanzierter Eindruck

Rezension AKAMUS – Händel: Concerti grossi op. 6

Distanzierter Eindruck

Bei der Akademie für Alte Musik Berlin gibt es wenig auszusetzen, dennoch vermisst man bei Hören von Händels Concerti grossi den persönlichen Zugriff.

Die Akademie für Alte Musik Berlin zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der Alte-Musik-Szene. Technisch wie stilistisch ist das Ensemble, das mit Koryphäen wie René Jacobs gearbeitet hat, mit allen Wassern gewaschen, sodass auch Werke wie Händels Concerti grossi op. 6 sie nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Tatsächlich gibt es an dieser Einspielung der ersten sechs Konzerte, in denen Händel auf virtuose Manier mit den Formvorlagen spielt, äußerlich wenig auszusetzen. Das Orchester spielt, wie sich das bei dieser Musik gehört: Die Tempi in den schnellen Sätzen sind straff, der Klang homogen, rhythmisch ist alles auf dem Punkt. Aber dennoch vermisst man bei längerem Hören einen mehr persönlichen, affektgeladenen Zugriff, der über das bloße Richtigspielen hinausgeht. Dass die Aufnahmetechnik mehr auf Raum denn auf Direktheit setzt, trägt zum distanzierten Eindruck dieser Aufnahme bei.

© Kristof Fischer

Akademie für Alte Musik Berlin

Akademie für Alte Musik Berlin

Händel: Concerti grossi op. 6 Nr. 1-6

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)
Pentatone

Weitere Rezensionen

Rezension Howard Arman – Mozart: Krönungsmesse

Sakral und opernhaft

Zu einer klangprächtigen Mozart-Messe laden der Chor des Bayerischen Rundfunks, die Akademie für Alte Musik Berlin und Dirigent Howard Arman. weiter

Rezension Christina Landshamer – La Passione

Vokaler Volleinsatz

Mit der von Bernhard Forck geleiteten Akademie für Alte Musik Berlin verwandelt Sopranistin Christina Landshamer Arien in Seelengemälde. weiter

Rezension René Jacobs – J. S. Bach: Messe h-Moll BWV 232

Vokales Concerto Grosso

Nach fast dreißig Jahren hat René Jacobs mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin Bachs h-Moll-Messe neu aufgenommen. weiter

Termine

Mittwoch, 27.03.2024 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

J. S. Bach: Johannes-Passion BWV 245

Sarah Aristidou (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Mezzosopran), Simon Bode & Florian Sievers (Tenor), Dominic Barberi & Matthias Winckhler (Bass), RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin, Justin Doyle (Leitung)

Montag, 22.04.2024 18:00 Uhr Bolle Festsäle Berlin

Festakt 300 Jahre Kant

Akademie für Alte Musik Berlin, Olaf Scholz (Festrede), Nina West, Andrea Esser, Marcus Willaschek (Lesung)

Samstag, 27.04.2024 18:00 Uhr Hauptkirche St. Michaelis Hamburg
Samstag, 04.05.2024 19:00 Uhr St. Elisabeth-Kirche Berlin

Hasse: Piramo e Tisbe (konzertant)

Anett Fritsch (Piramo), Roberta Mameli (Tisbe), Jeremy Ivenden (Vater), Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)

Sonntag, 05.05.2024 19:00 Uhr St. Elisabeth-Kirche Berlin

Hasse: Piramo e Tisbe (konzertant)

Anett Fritsch (Piramo), Roberta Mameli (Tisbe), Jeremy Ivenden (Vater), Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)

Donnerstag, 16.05.2024 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Purcell: King Arthur (konzertant)

Akademie für Alte Musik Berlin, RIAS Kammerchor Berlin, Justin Doyle (Leitung)

Sonntag, 19.05.2024 19:00 Uhr Schloss Schwetzingen

Purcell: King Arthur

Schwetzinger SWR Festspiele
Montag, 20.05.2024 18:00 Uhr Schloss Schwetzingen

Purcell: King Arthur

Schwetzinger SWR Festspiele
Freitag, 14.06.2024 17:00 Uhr Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli
Dienstag, 25.06.2024 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Kit Armstrong, Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck

J. S. Bach: Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 & Die Kunst der Fuge BWV 1080 (Auszürge), J. Chr. Bach: Cembalokonzert f-Moll, J. B. Bach: Orchestersuite Nr. 1 g-Moll, C. P. E. Bach: Sinfonia B-Dur Wq 182/2 & C-Dur Wq 174

Kommentare sind geschlossen.