Distanzierter Eindruck

Rezension AKAMUS – Händel: Concerti grossi op. 6

Distanzierter Eindruck

Bei der Akademie für Alte Musik Berlin gibt es wenig auszusetzen, dennoch vermisst man bei Hören von Händels Concerti grossi den persönlichen Zugriff.

Die Akademie für Alte Musik Berlin zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der Alte-Musik-Szene. Technisch wie stilistisch ist das Ensemble, das mit Koryphäen wie René Jacobs gearbeitet hat, mit allen Wassern gewaschen, sodass auch Werke wie Händels Concerti grossi op. 6 sie nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Tatsächlich gibt es an dieser Einspielung der ersten sechs Konzerte, in denen Händel auf virtuose Manier mit den Formvorlagen spielt, äußerlich wenig auszusetzen. Das Orchester spielt, wie sich das bei dieser Musik gehört: Die Tempi in den schnellen Sätzen sind straff, der Klang homogen, rhythmisch ist alles auf dem Punkt. Aber dennoch vermisst man bei längerem Hören einen mehr persönlichen, affektgeladenen Zugriff, der über das bloße Richtigspielen hinausgeht. Dass die Aufnahmetechnik mehr auf Raum denn auf Direktheit setzt, trägt zum distanzierten Eindruck dieser Aufnahme bei.

© Kristof Fischer

Akademie für Alte Musik Berlin

Akademie für Alte Musik Berlin

Händel: Concerti grossi op. 6 Nr. 1-6

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)
Pentatone

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Termine

Montag, 03.10.2022 16:00 Uhr Kulturhaus Gotha
Sonntag, 16.10.2022 11:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

NDR Vokalensemble, Akademie für Alte Musik Berlin, Klaas Stok

Sandström: Lobet den Herren, J. C. Bach: Es erhub sich ein Streit, J. S. Bach: Aus der Tiefen rufe ich Herr zu dir BWV 131, Lobet den Herren alle Heiden BWV 230, Es erhub sich ein Streit BWV 19, J. B. Bach: Orchestersuite Nr. 3 e-Moll (Auszüge)

Samstag, 22.10.2022 16:30 Uhr Nikolaikirche Rostock
Dienstag, 25.10.2022 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Krönungsmusiken

Akademie für Alte Musik Berlin, Rias Kammerchor, Justin Doyle (Leitung), Solisten

Samstag, 19.11.2022 19:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Monteverdi: L’Incoronazione di Poppea

Carlo Vistoli (Nerone), Natalia Skrycka (Ottavia), Slávka Zámečníková (Poppea), Bejun Mehta (Ottone), Akademie für Alte Musik Berlin, Jean-Christophe Spinosi (Leitung), Eva-Maria Höckmayr (Regie)

Sonntag, 20.11.2022 18:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Vivaldi: Il Giustino (Premiere)

Benno Schachtner (Anastasio), Kateryna Kasper (Arianna), Christophe Dumaux (Giostino), Robin Johannsen (Leocasta), Siyabonga Maqungo (Vitaliano), Staatsopernchor, Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs (Leitung), Barbora Horáková (Regie)

Dienstag, 22.11.2022 19:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Vivaldi: Il Giustino

Benno Schachtner (Anastasio), Kateryna Kasper (Arianna), Christophe Dumaux (Giostino), Robin Johannsen (Leocasta), Siyabonga Maqungo (Vitaliano), Staatsopernchor, Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs (Leitung), Barbora Horáková (Regie)

Freitag, 25.11.2022 19:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Vivaldi: Il Giustino

Benno Schachtner (Anastasio), Kateryna Kasper (Arianna), Christophe Dumaux (Giostino), Robin Johannsen (Leocasta), Siyabonga Maqungo (Vitaliano), Staatsopernchor, Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs (Leitung), Barbora Horáková (Regie)

Samstag, 26.11.2022 19:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Monteverdi: L’Incoronazione di Poppea

Carlo Vistoli (Nerone), Natalia Skrycka (Ottavia), Slávka Zámečníková (Poppea), Bejun Mehta (Ottone), Akademie für Alte Musik Berlin, Jean-Christophe Spinosi (Leitung), Eva-Maria Höckmayr (Regie)

Sonntag, 27.11.2022 19:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Vivaldi: Il Giustino

Benno Schachtner (Anastasio), Kateryna Kasper (Arianna), Christophe Dumaux (Giostino), Robin Johannsen (Leocasta), Siyabonga Maqungo (Vitaliano), Staatsopernchor, Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs (Leitung), Barbora Horáková (Regie)

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