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Rezension Elsa Dreisig – Invocation

Natürlich fließend

Beeindruckend schlicht und stets ausdrucksvoll präsentiert Sopranistin Elsa Dreisig einen umfangreichen Querschnitt des Opernrepertoires.

vonChristoph Vratz,

„Anrufung“ – so der Titel des neuen Albums von Sopranistin Elsa Dreisig. Der Begriff kann vieles meinen, und so enthält diese Aufnahme auch vieles: Bekanntes („Vissi d’arte“, „Casta Diva“) und Unbekanntes (Musik von Carolina Uccelli und Peter Heise), Frommes, Inniges, Erfüllendes, Träumerisches. Dreisig singt oft beeindruckend schlicht, doch nie auf Kosten der Emotionalität. Ansatzlos formt sie ihre Töne, ihre Linien bindet sie nahtlos, ohne Haucher. Stärken werden besonders deutlich, wenn die Melodien in ihrem ganz natürlichen Verlauf einfach dahinfließen. Gerade die lyrischen Momente, und diese besonders im Piano, gelingen Elsa Dreisig authentisch und eindrucksvoll, auch wenn sie bei der Eindunkelung von Vokalen manchmal etwas sparsam agiert. Das Orchestra del Teatro Carlo Felice aus Genf unter Massimo Zanetti zeichnet sich durch maßvolle Rückendeckung für die Solistin aus, ohne auf eigene Farben zu verzichten.

Invocation
Werke von Dvořák, Janáček, Puccini, Verdi, Bellini, Gounod, Grieg u. a.

Elsa Dreisig (Sopran), Chor & Orchester des Teatro Carlo Felice Genova, Massimo Zanetti (Leitung)
Erato

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