Leoš Janáček

Leoš Janáček

Das Werk des tschechische Komponist Leoš Janáček (* 3. Juli 1854 in Hukvaldy; † 12. August 1928 in Mährisch Ostrau) pendelte zwischen volksmusikalischen Anklängen und Stilelementen der Moderne. Janáček gilt heute als einer der bedeutendsten musikalischen Neuerer des 20. Jahrhunderts, seiner Tonsprache wird eine analytische Unergründbarkeit nachgesagt.

Zunächst arbeitete der eng mit Antonín Dvořáks vertraute Janáček als Musiklehrer, studierte dann ab 1879 am Leipziger und ab 1880 am Wiener Konservatorium, und wurde schließlich ab 1881 als Direktor der neuen Orgelschule in Brünn tätig. Ab 1920 arbeitete Janáček zusätzlich als Professor am Brünner Konservatorium.

Parallel zu seiner Lehrtätigkeit widmete er sich zeitlebens der Komposition. Seinen Durchbruch als Komponist feierte er jedoch erst nach seiner Pensionierung mit der Oper „Jenufa“. Die heute als seine Meisterwerke bekannten Opern-Kompositionen „Jatja Kabanowa“, „Das schlaue Füchslein“, „Die Sache Makropulos“ und „Aus einem Totenhaus“ schrieb er ebenfalls allesamt im Ruhestand.

In seine Werke flossen sowohl persönliche Erlebnisse und private Schicksalsschläge ein, als auch Volksmusikanklänge und Naturvertonungen. Leoš Janáček komponierte neben großen Orchesterwerken und Opern auch Kammermusik sowie Vokalwerke.
Freitag, 14.10.2022 19:00 Uhr Lichtenau Potsdam

Musikalischer Salon – Violinissimo

Suyeon Kang, Peter Rainer, Michiko Iiyoshi, Thomas Kretschmer (Violine), Jan-Peter Kuschel (Violoncello)

Freitag, 14.10.2022 20:00 Uhr Kulturhaus Bosco Gauting

Quatuor Hermès

Mozart: Streichquartett d-Moll KV421, Janáček: Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“, Borodin: Streichquartett Nr. 2 D-Dur

Samstag, 22.10.2022 19:00 Uhr Pierre Boulez Saal Berlin

Australian Chamber Orchestra, Richard Tognetti

Barton: Didge Fusion, Adès: Shanty – Over the Sea, Seeger: Andante for Strings, Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“, Walker: Lyric, Beethoven / Tognetti: Sonate A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ Bearbeitung für Streicherorchester

Samstag, 22.10.2022 20:00 Uhr Konzerthaus Ravensburg

Thorsten Johanns, Aris Quartett

Dvořák: Zypressen (Auswahl), Janácek: Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“, Brahms: Klarinettenquintett h-Moll op. 115

Dienstag, 25.10.2022 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Ray Chen, The Knights

Jacobsen: Kreutzings, Beethoven: Violinsonate A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“, Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“, Clyne: Shorthand

Mittwoch, 26.10.2022 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Ray Chen, The Knights

Jacobsen: Kreutzings, Beethoven: Violinsonate A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“, Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“, Clyne: Shorthand

Donnerstag, 27.10.2022 20:00 Uhr Kammermusiksaal Berlin

Veronika Eberle, Chamber Orchestra of Europe, Dénes Várjon

Haydn: Sinfonie Nr. 34 d-Moll, Hummel: Konzert für Klavier, Violine & Orchester G-Dur op. 17, Janáček: Concertino JW VII/11, Mendelssohn: Violinkonzert d-Moll

Montag, 31.10.2022 19:30 Uhr NDR Landesfunkhaus Hannover

Ray Chen, The Knights

Jacobsen: Kreutzings, Beethoven: Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzer-Sonate“, Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzer-Sonate“, Clyne: Shorthand

Mittwoch, 02.11.2022 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Ray Chen, The Knights, Eric Jacobsen

Jacobsen: Kreutzings, Beethoven:
Violinsonate A-Dur op. 47 „Kreutzer-Sonate“, Janáček: Streichquartett Nr. 1, Clyne: Shorthand

Donnerstag, 03.11.2022 19:30 Uhr Die Glocke Bremen

Pablo Barragan, Eckart Runge, Amadeus Wiesensee

Beethoven: Klarinettentrio B-Dur op. 11, Poulenc: Klarinettensonate, Janáček: Märchen für Violoncello und Klavier, Brahns: Klarinettentrio a-Moll op. 114

Opern-Kritik: Grand Théâtre de Genève – Jenůfa

Tiefenscharfe Seelenschau

(Genf, 3.5.2022) So geht packendes Musiktheater absoluter Wahrhaftigkeit: Tatjana Gürbaca legt mit ihrer Inszenierung eine exemplarische Deutung vor, die ganz hellhörig auf jede Regung der Musik lauscht. Maestro Tomáš Hanus versteht sich perfekt auf das präzise Aushören der Partitur. Zwei Sängerdarstellerinnen triumphieren. weiter

OPERN-KRITIK: KOMISCHE OPER BERLIN – KATJA KABANOVA

Gift statt Ertrinken

(Berlin, 27.11.2021) Partiendebüt und Psychothriller: Sopranistin Annette Dasch krönt einen grandiosen Janáček-Abend des idealen Zusammenspiels von Charakteren, sängerischer Erschließung und Einfühlungsvermögen. weiter

Opern-Kritik: Staatsoper Berlin – Jenůfa

Musik als Möglichkeitsform

(Berlin, 13.2.2021) Sir Simon Rattle und Damiano Michieletto verständigen sich bei Janáček auf ein hoch sensibles Musiktheater des dritten Wegs – und glauben noch ans Utopische. weiter

Opern-Kritik: Theater Magdeburg – Kátja Kabanová

Vier starke Frauen

(Magdeburg, 7.9.2019) Mit ihrer ersten Opernproduktion feiert die neue Generalmusikdirektorin Anna Skryleva gleich einen Heimspiel-Sieg. weiter

Opern-Kritik: Theater Bonn – Die Sache Makropulos

Das Lebenselexier

(Bonn, 7.4.2019) Existentielles Theater: Janáčeks „Die Sache Makropulos“ wird vor allem von einem erstklassigen Gesangsensemble vertreten. weiter

Opern-Kritik: Bayerische Staatsoper München – Aus einem Totenhaus

Im Suchscheinwerfer

(München, 21.5.2018) Frank Castorf und Simone Young suchen aus unterschiedlichen Perspektiven einen Zugang zu Janáčeks letzter Oper weiter

Rezension Olena Kushpler – Janáček: Klavierwerke

Musikalische Lebensfragen

Grandios: Die ernsthafte Lauterkeit, mit der die Pianistin Olena Kushpler Janáčeks Klavierwerke spielt, nimmt einen beim Hören sofort gefangen. weiter

Rezension Lars Vogt – Janáček: Sonate 1.X.1905

Klang-Träume

Bei seiner ersten Einspielung von Janáček-Werken gelingt es Pianist Lars Vogt, impressionistisch getönte Farben mit der nötigen Klarheit zu verbinden. weiter

Rezension Augustin Hadelich – Bohemian Tales

Böhmische Geschichten

Wie selbstverständlich Dvořák klingen kann, zeigen Augustin Hadelich und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Jakub Hrůša bei ihrer Aufnahme des Violinkonzerts. weiter

Rezension Thomas Adès – Janáček: Klavierstücke

Feingliedrige Miniaturen

Thomas Adès deutet diese Musik weniger als Nachklapp einer Janáček vorausgegangenen Spätromantik, sondern vielmehr als Vorläufer einer modernen Tonsprache. weiter