Organisch

CD-Rezension Jakub Hrůša – Kodály & Bartók

Organisch

Wie elegant Jakub Hrůša die Übergänge meistert zeugt von einem natürlich-organischen Musizier-Verständnis

Dass die Bamberger Symphoniker sich mit Jakub Hrůša einen glänzenden, gänzlich uneitlen, feinnervigen Chefdirigenten ins Boot geholt haben, demonstriert auch diese Aufnahme. Hier leitet Hruša allerdings das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit ungarischem Repertoire: zwei Konzerte für Orchester enthält das Album mit Werken von Kodály und Bartók. Überlegen staffelt Hrůša den sinfonischen Apparat. Wie er die Übergänge meistert, welches Gespür er für Verlangsamungen und kleine Beschleunigungsmanöver aufbringt, das zeugt von einem natürlich-organischen Musizier-Verständnis. Die vielen Solo-Passagen bei Kodály arbeitet Hrůša kammermusikalisch heraus, den unterschiedlichen Stimmungen bei Bartók verleiht er einen jeweils eigenen markanten Charakter. Das Berliner Orchester folgt diesen Impulsen bereitwillig und auf einem Niveau, das auch die jahrelange akribische Schulung durch Marek Janowski verrät.

Kodály: Konzert für Orchester & Bartók: Konzert für Orchester

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Jakub Hrůša (Leitung)
Pentatone

Weitere Rezensionen

Rezension Jakub Hrůša – Brahms & Dvořák

Zwei letzte Sinfonien

Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker überzeugen mit hochmusikalischer Professionalität und spürbarer Vertrautheit mit Brahms und Dvořák. weiter

Auch interessant

Lieblingsstück Jakub Hrůša

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur

Als Jakub Hrůša die Partitur zu Dvořáks Sinfonie Nr. 8 aufschlug, wusste er, dass er Dirigent werden wollte. weiter

Kino-Tipp: Bizets „Carmen“ live aus London

Unbändige Leidenschaft

Am 6. März wird Barrie Koskys Inszenierung von „Carmen“ um 19:45 Uhr live aus dem Royal Opera House im Kino übertragen weiter

Nachrichten

Philharmonia Orchestra ernennt zwei Erste Gastdirigenten

Santtu-Matias Rouvali und Jakub Hrůša bilden ab kommender Saison zusammen mit Chefdirigent Esa-Pekka Salonen das neue künstlerische Team des Philharmonia Orchestra weiter

Kommentare sind geschlossen.