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CD-Rezension Jakub Hrůša – Kodály & Bartók

Organisch

Wie elegant Jakub Hrůša die Übergänge meistert zeugt von einem natürlich-organischen Musizier-Verständnis

vonChristian Lahneck,

Dass die Bamberger Symphoniker sich mit Jakub Hrůša einen glänzenden, gänzlich uneitlen, feinnervigen Chefdirigenten ins Boot geholt haben, demonstriert auch diese Aufnahme. Hier leitet Hruša allerdings das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit ungarischem Repertoire: zwei Konzerte für Orchester enthält das Album mit Werken von Kodály und Bartók. Überlegen staffelt Hrůša den sinfonischen Apparat. Wie er die Übergänge meistert, welches Gespür er für Verlangsamungen und kleine Beschleunigungsmanöver aufbringt, das zeugt von einem natürlich-organischen Musizier-Verständnis. Die vielen Solo-Passagen bei Kodály arbeitet Hrůša kammermusikalisch heraus, den unterschiedlichen Stimmungen bei Bartók verleiht er einen jeweils eigenen markanten Charakter. Das Berliner Orchester folgt diesen Impulsen bereitwillig und auf einem Niveau, das auch die jahrelange akribische Schulung durch Marek Janowski verrät.

Kodály: Konzert für Orchester & Bartók: Konzert für Orchester

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Jakub Hrůša (Leitung)
Pentatone

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