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Rezension Julian Prégardien – Schumann: Dichterliebe

Dichterliebe

Julian Prégardien setzt Schumanns Zyklus „Dichterliebe“ in atmosphärische Beziehungen zu weiteren Werken des Komponisten.

vonEcki Ramón Weber,

Wie sein Vater Christoph widmet sich auch Julian Prégardien mit wilder Leidenschaft dem Kunstlied. Der junge Tenor vergräbt sich für seine Programme ins Quellenstudium und findet vielfältige Querbezüge. Auf seinem aktuellen Album setzt er Schumanns Zyklus „Dichterliebe“ in atmosphärische Beziehungen zu weiteren Werken des Komponisten und macht auch Ausflüge zu Clara Schumann. Dies alles ausgehend von neuesten philologischen Erkenntnissen. Solistisch mit Éric Le Sage am warm und dadurch intim gefärbten, zeitgenössischen Fortepiano sowie in Duetten mit Kollegin Sandrine Piau gelingt eine betörende Reise in die Klangwelten der Schumanns, perfekt aufeinander eingestimmt: Flexibel und natürlich in der Tongebung, suggestiv in der Stimmungszeichnung, emotional verdichtet und mitreißend im Ausdruck. Pointiert und vollendet in allen Registern. Das geht unter die Haut und zielt mitten ins Herz. Ein Ereignis.

Julian Prégardien

Schumann: Dichterliebe
In der Nacht, Die Löwenbraut, Wenn ich ein Vöglein wär, Mein Herz ist schwer, Kurzes Erwachen, Sängers Trost, Mein Wagen rollet langsam, Romanze op. 11 Nr. 2 & Romanzen op. 28 Nr. 1 & 2
C. Schumann: Klavierromanze op. 11 Nr. 2 & Wenn ich ein Vöglein wär

Julian Prégardien (Tenor), Sandrine Piau (Sopran), Éric Le Sage (Fortepiano)
Alpha

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