Startseite » Rezensionen » Nachtigall

CD-Rezension Ödön Rácz

Nachtigall

Dass ein Kontrabass wunderbar singen kann und nicht nur brummen, beweist Ödön Rácz auf seiner Solo-CD

vonEcki Ramón Weber,

Ödön Rácz ist Solokontrabassist der Wiener Philharmoniker. Mit klassisch-romantischem Repertoire tritt er auf seiner aktuellen CD als Solist hervor. Der Kontrabass vermag in den Händen von Rácz nicht nur den Elefanten zu geben, sondern auch überzeugend die Nachtigall, erweist sich als wendig, geschmeidig, kantabel, keck und zärtlich. Der Musiker gestaltet ein ungeheuer pointiert eingesetztes Vibrato und feingedrechselte Verzierungen in seinen Melodiebögen. Seine Klanggestaltung hat eine enorme Palette, sowohl im kernigen Hervorpreschen als auch im feinfühligen Rückzug, vom erdigen Summen bis in wolkige Flageoletts. Rácz gelingt eine geradezu theatrale Inszenierung der Soloparts. Das von ihm geleitete Franz Liszt Chamber Orchestra bereitet schlank und locker federnd einen lichtdurchfluteten Rahmen für die Soloszenen. Eine Einspielung, bei der man bis zuletzt die Ohren spitzt.

Anzeige
Kontrabasskonzerte von Vanhal, Dittersdorf & Bottesini
Ödön Rácz (Kontrabass & Leitung), Franz Liszt Chamber Orchestra
Deutsche Grammophon
Anzeige

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

Anzeige
  • „Yvonne Loriod war eine Pionierin“
    Interview Kent Nagano

    „Yvonne Loriod war eine Pionierin“

    Kent Nagano hat sich Yvonne Loriods musikalischem Nachlass verschrieben. Beim Musikfest Berlin bringt er erstmals ein Werk der bislang als Komponistin kaum bekannten Französin zu Gehör.

Anzeige

Anzeige

Audio der Woche

The Bach Project – 75 Jahre Neubrandenburger Philharmonie

Das Jubiläumsalbum der Neubrandenburger Philharmonie ist eine glänzende Hommage an Bach, der wie niemand sonst Tradition und Vision, Struktur und Ausdruck, Klarheit und Emotion in sich zusammenfasste.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!

Anzeige