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Rezension Oliver Schnyder Trio – Schostakowitsch: Klaviertrios

Hellsichtig

Das Oliver Schnyder Trio stößt in die Grenzregionen von Schostakowitschs Klaviertrios vor. Beim Klavierquintett sind Julia Fischer und Nils Mönkemeyer mit von der Partie.

vonChristoph Vratz,

Zwei Klaviertrios hat Dmitri Schostakowitsch geschrieben, in Form und Klang sehr unterschiedliche Werke. Das Oliver Schnyder Trio hat dieses ungleiche Paar nun aufgenommen und wagt sich in die Grenzregionen dieser Musik vor. Entrückt klingt die Eröffnung des zweiten Trios, forsch das „Con brio“ im zweiten Satz. Geradezu lyrisch wirkt dagegen der Beginn des ersten Trios. Eine hellsichtige Aufnahme, die eröffnet wird mit dem Klavierquintett. Hier tritt das Oliver Schnyder Trio mit Julia Fischer und Nils Mönkemeyer an. Die Klangqualität ist hier leider ärmer an Konturen. Zart entfaltet sich die Fuge an zweiter Stelle, auch das Intermezzo, der vierte Satz, lebt von einem, gerade in der Geigenstimme, singenden Charakter. Doch dem Scherzo geht jene Unbedingtheit ab, die man in den anderen Aufnahmen gelegentlich hören kann. Das Mäandern der Stimmen im Finale wiederum besitzt eine hohe Qualität.

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Oliver Schnyder Trio
Oliver Schnyder Trio

Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll op. 57 & Klaviertrios Nr. 1 c-Moll op. 8 & Nr. 2 e-Moll op. 67

Julia Fischer (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola), Oliver Schnyder Trio
Prospero

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