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Rezension Paavo Järvi – Schubert: Fünfte & Sechste Sinfonie

Bezwingend und temperamentvoll

Paavo Järvi und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen setzen ihre Reise durch Schuberts SInfonien beeindruckend fort.

vonEcki Ramón Weber,

Als zweites Album ihres Franz-Schubert-Sinfonien-Zyklus präsentieren Paavo Järvi und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen jetzt die Nr. 5 und Nr. 6 – historisch informiert auf der Höhe der Zeit. Schuberts Nr. 6 ist ein Scharnierwerk, die letzte seiner Jugendsinfonien, fertiggestellt im Alter von 21 Jahren. Der Komponist versucht darin, sich von den Vorbildern der Wiener Klassik zu emanzipieren und probiert neue Wege aus. Von Anfang an lässt dieses Werk bei Järvi und den Bremern aufhorchen, mit stark ausgeprägten Konturen, rhythmischer Kraft, akkordischer Fülle, Farbreichtum und einem solistisch ausdifferenzierten, in lebhaften Gesten und Dialogen ausgearbeiteten Orchesterpanorama. Die Impulse, die Schubert aus dem Opernkosmos eines Gioachino Rossini in der Nr. 6 verarbeitet, werden sinnlich erlebbar: Kantables, Ironisches, Hintergründiges, Drama. Pointiert inszenierte Kontraste und viel Temperament ziehen sich durch die Interpretation. Genauso tief durchdrungen wird die Sinfonie Nr. 5 mit Schuberts Perspektiven auf Mozart: duftig, heiter, flüssig, tänzerisch, mit hörbar doppeltem Boden und multiperspektivisch. Ebenfalls sehr bezwingend.

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Schubert: Sinfonien Nr. 5 B-Dur D 485 & Nr. 6 C-Dur D 589

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi (Leitung)
RCA

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