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Rezension Pablo Heras-Casado – Bruckner: Vierte Sinfonie

Hoch präsent

Auf historischen Instrumenten durchdringt Anima Eterna Brugge unter Pablo Heras-Casado die „Romantische“ von Anton Bruckner.

vonEcki Ramón Weber,

Längst haben historisch informierte Aufführungspraxis und Originalklangästhetik auch das 19. Jahrhundert im Fokus. Selbst solche klanglichen Schwergewichte wie die Sinfonien Anton Bruckners, dessen 200. Geburtstag am 4. September begangen wurde. Anima Eterna Brugge hat sich mit Dirigent Pablo Heras-Casado Bruckners Nr. 4, die „Romantische“, vorgenommen. Gespielt wird auf Instrumenten aus der Epoche oder auf Nachbauten. Ihr Klang wirkt wärmer und weicher als bei modernen Modellen. Natürlich wird es aber auch hier schwelgerisch und hochemotional. Die Hörnerfanfaren kommen knackig und kernig, zwischen geheimnisvollen Klangnebeln und feierlicher Aufwallung werden plastische Reliefs und markante Linien modelliert. Wundervoll auch die Gestaltung von Ferne und Nähe in dieser raumgreifenden Musik. Alles in einer Präsenz, die in ihrer Spannkraft über die gesamten vier Sätze nicht nachlässt. Zerklüftet, flirrend, farbenfroh – dieser Bruckner macht richtig Spaß.

Pablo Heras-Casado
Pablo Heras-Casado

Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“ (2. Fassung 1878/80)

Anima Eterne Brugge, Pablo Heras-Casado (Leitung)
harmonia mundi

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