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Rezension Sarah Aristidou – Enigma

Tiefenbohrungen

Schubert und Wolf kombiniert mit Messiaen, Ravel und Musik von heute: Sarah Aristidou bringt mit zwei inspirierten Begleitern ihre Vielseitigkeit zur Geltung.

vonEcki Ramón Weber,

Die Sängerin Sarah Aristidou sucht auf ihrem Album „Enigma“ gemeinsam mit Daniel Arkadij Gerzenberg am Klavier und Klarinettist Jörg Widmann nach tiefen Ausdrucksschichten des Gesangs. Die Forschungsobjekte: Romantik, Moderne, Zeitgenössisches. Ergreifend ist die dramatisch sich verdichtende Vokalise „Lamento turco“ von Andreas Tsiartas. In Schuberts zwölfminütigem Lied „Der Hirt auf dem Felsen“ entsteht mit der Klarinette neben Stimme und Klavier eine weitere Ausdrucksebene. Dies wird hochkonzentriert, intim, und wandlungsfähig interpretiert. Die gleiche Besetzung hat Widmanns Stück „Sphinxensprüche“ und „Rätselkanons“, ein ereignisreiches Minidrama als experimenteller Parcours für alle drei Beteiligte. Aufhorchen lässt auch das leider viel zu kurze Titelstück „Enigma“, das Aristidou und Gerzenberg mit präparierten Klavierklängen, Flüstern und Gesangstechniken aus der Weltmusik entwickelt haben.

Sarah Aristidou
Sarah Aristidou

Enigma
Werke von Tsiartas, Rachmaninow, Schubert, Messiaen, Ravel, Widmann & Wolf

Sarah Aristidou (Sopran), Daniel Arkadij Gerzenberg (Klavier), Jörg Widmann (Klarinette)
Alpha Classics

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