classic con brio Festival

Paris – ein Fest fürs Leben

Klassik mit Schwung: Das jährlich im Frühjahr stattfindende Kammermusikfestival „classic con brio“ in Osnabrück feiert in diesem Jahr die Kulturmetropole Paris

Julia Okruashvili © Mischa Blank Photography

Julia Okruashvili

Julia Okruashvili © Mischa Blank Photography

„Paris – ein Fest fürs Leben“ lautet das Motto des diesjährigen „classic con brio“-Festivals des Schlossverein Osnabrück e.V., in Anlehnung an das gleichnamige Buch von Ernest Hemingway, der darin liebevoll das Paris der Zwanzigerjahre als Rückzugsort vieler Künstler und Literaten beschreibt. Auch das 1997 ins Leben gerufene und seither jährlich stattfindende Kammermusikfestival macht es sich jetzt zur Aufgabe, die französische Kulturmetropole ausgiebig zu feiern.

Ziel ist es, wie jedes Jahr, die Vernetzung der europäischen Kammermusik zu fördern und gleichzeitig jungen Musikern aus ganz Europa die Möglichkeit zu geben, ihr Können vor einem fachkundigen Publikum zu präsentieren. Ähnlich wie im Paris vergangener Zeiten, wo sich Maler, Bildhauer, Dichter und Komponisten in den Cafés, Bars und Salons der Stadt zum gegenseitigen Austausch trafen, bietet das vom 21. bis zum 30. April stattfindende Festival mit seinen verschiedenen Spielorten innerhalb und außerhalb Osnabrücks vielen europäischen Musikern Raum zur Inspiration.

Von Poulenc bis Ravel

Das Eröffnungskonzert am 21. April findet in der Schlossaula der Universität Osnabrück in einer Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik statt und hat, neben ausgesuchten Werken der französischen Komponisten Darius Milhaud, Francis Poulenc, Camille Saint-Saëns und Louis Vierne, auch die Klaviersonate Nr. 9 von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm, die Mozart während einer Konzertreise nach Paris komponierte.

Am Samstag, den 22. April, sind um 16 Uhr in der Schlosskapelle auf Gut Sutthausen ausschließlich Werke französischer Komponisten wie Couperin, Rebel und Rameau zu hören. Besonderes Augenmerk gilt an diesem Abend der von Mason Jones für Bläserquintett bearbeiteten und selten im Konzert zu hörenden Fassung von Maurice Ravels „Tombeau de Couperin“.

Am selben Tag ist abends um 20 Uhr zudem das Armida Quartett in der St. Matthäuskirche in Melle zu erleben. Das 2006 in Berlin gegründete Quartett, deren Mitglieder unter anderem bei dem renommierten Artemis Quartett studierten, hat dabei Werke von Francis Poulenc und Michel Corrette im Gepäck.

concerti-Tipp:

classic con brio 2017
21. April 2017, 20 Uhr
Universität Osnabrück, Schlossaula

22. April 2017, 16 Uhr
Gut Sutthausen, Schlosskapelle

22. April 2017, 20 Uhr
Melle, St. Matthäuskirche

Entdecken Sie zudem hier weitere spannende Festivals

Termine

Donnerstag, 28.02.2019 20:00 Uhr Alte Oper Frankfurt

Artemis Quartett

Barber: Adagio, Britten: Streichquartett op. 36, Schubert: Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“
Samstag, 23.03.2019 19:30 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Artemis Quartett

Barber: Adagio for Strings op. 11, Britten: Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 36, Schubert: Streichquartett d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“
Dienstag, 26.03.2019 20:00 Uhr Kammermusiksaal des Deutschlandfunks
Donnerstag, 02.05.2019 19:30 Uhr Die Glocke Bremen

Artemis Quartett, Aris Quartett

Schubert: Streichquartett d-Moll op. posth. D 810 „Der Tod und das Mädchen”, Mozart: Streichquintett g-Moll KV 516, Mendelssohn: Streichoktett Es-Dur op. 20
Samstag, 11.05.2019 19:00 Uhr Lehmbruck Museum Duisburg

Tiefenrausch

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