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Gürzenich-Orchester widmet sich romantischer Erzählkunst

Liebesschmerz und Erzählfeuer

Christian Gerhaher und das Gürzenich-Orchester Köln blicken mit Orchesterliedern und sinfonischen Dichtungen auf die nostalgische Erzählkunst der Romantik und Frühmoderne.

vonRedaktion,

Wenn Bariton Christian Gerhaher für ein Gastkonzert zu Riccardo Minasi und dem Gürzenich-Orchester in die Kölner Philharmonie reist, dann stets mit musikalischen Juwelen im Gepäck. „Les Nuits d’été“ von Hector Berlioz zählt zweifellos dazu. Ursprünglich für Klavier komponiert und später orchestriert, gilt der Zyklus als wichtige Wegmarke in der Entwicklung des Orchesterliedes. Schwermut verlorener Liebe, metaphorische Landschaftsbeschreibungen sowie träumerische und geisterhafte Stimmungsbilder prägen die Atmosphäre dieser Miniaturen, in denen Berlioz das Scheitern seiner Ehe spiegelt. Das Gürzenich-Orchester kombiniert den Zyklus mit „Le Tombeau de Couperin“ von Maurice Ravel, einer feinsinnigen, melancholischen Hommage, mit der der Komponist in Gestalt eines barocken musikalischen Grabsteins seiner im Ersten Weltkrieg gefallenen Freunde gedenkt. „Scheherazade“ von Nikolai Rimski-Korsakow, ein orientalisch-sehnsuchtsvolles Märchenpoem nach Impressionen aus Tausendundeine Nacht, setzt schließlich einen farbenprächtigen und erzählerischen Kontrast.

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