Es ist nicht genau verbrieft, aber vermutlich 1525 wurde der italienische Komponist Giovanni Pierluigi da Palestrina geboren. Ein halbes Jahrtausend später ist es also längst an der Zeit, den bedeutsamen Wegbereiter der Mehrstimmigkeit zu feiern. Der RIAS Kammerchor unter Kaspars Putniņš verbindet dieses Andenken mit dem 90. Geburtstag von Arvo Pärt, der im September begangen wird. Zweifellos gilt der Este als einer der beliebtesten Tonschöpfern der Gegenwart. Beide Komponisten vereint, dass sie sich strengen, wenn auch völlig gegensätzlichen Regeln unterwerfen, wie auch beide Klangwelten stark religiös geprägt sind.
Palestrina findet in seiner „Missa Papae Marcelli” eine Balance zwischen kunstvoller Polyphonie und der damaligen Forderung der Kirche, den Messetext darin nicht untergehen zu lassen. Jedes Wort ist hörbar trotz der fein gearbeiteten Partitur. Arvo Pärt dagegen vermittelt seine spirituellen Botschaften, indem er die Mittel reduziert. Noch nicht mal einen Text benötigt er, um aus einer C-Dur-Tonleiter einen meditativen Kosmos zu erschaffen, wie in „Solfeggio”. Reinheit und Erhabenheit verschmelzen mit exzellenter Gesangskunst bei diesem doppelten Geburtstagsständchen.
Mi., 15. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Die Spieluhr
Ensemble Resonanz
Mi., 15. April 2026 12:00 Uhr
Konzert
Bach, Jazz, Bigband
Internationales Bachfest Hamburg
Mi., 15. April 2026 12:30 Uhr
Konzert
Natalia Milstein
Beethoven: Sonate Es-Dur op. 81a „Les Adieux“, Liszt: Cantique d’amour, Schumann: Fanasie C-Dur op. 17 & Arabeske C-Dur op. 18
Mi., 15. April 2026 12:30 Uhr
Musik in Kirchen
Mi., 15. April 2026 14:00 Uhr
Konzert
Amelio Trio
Ives: This Scherzo is a Joke aus Klaviertrio, Beethoven: Allegretto B-Dur WoO 39, Bertelsmeier: Vertrautes Angezogensein, Schumann: Klaviertrio g-Moll op. 110






