Der Kölner Wahlfranzose und Wien-Liebhaber steht für humorvolle Operetten und Parodien großer Opernwerke. Jacques Offenbach hatte eine Vorliebe für Zynismus und politisch-kulturelle Satire. Nicht umsonst gilt er als Meister der Unterhaltung und als ein Genie, das französische Leichtigkeit mit rheinischem Humor verbindet. 200 Jahre wäre er in diesem Jahr alt geworden. Zu Ehren des Geburtstagskindes veranstaltet die Stadt Offenbach über ganze drei Monate ein vielfältiges Programm. Vor seiner Geburt lebte Jakob „Jacques“ Offenbachs Familie in Offenbach am Main, wo der Vater, Isaac Juda Eberst, Kantor der dortigen jüdischen Gemeinde war. Erst nachdem die Stadt an das Großherzogtum Hessen übergegangen war, zog die Familie nach Köln um und nahm den Familiennamen Offenbach an, wahrscheinlich wegen eines damaligen Gesetzes, das besagte, dass alle Juden sich nach der Stadt benennen mussten, aus der sie stammten.
Hommage an das Geburtstagskind
Das Programm soll vor allem den Humor und die Kreativität des Komponisten widerspiegeln. Für das Festival sind Konzerte, Lesungen, Theater, aber zum Beispiel auch Vorträge zum Leben von Sohn und Vater Offenbach sowie Opern, Operetten und ein kleiner Stummfilm geplant. Die Hommage zum 200. Geburtstag des berühmtesten Enkelsohns der Stadt beginnt am 20. September mit der Produktion „Olimpia Codes“. Die Komponisten Julia Mihály und Tobias Hagedorn bringen eine faszinierende Spiegelung der von Offenbach in „Hoffmanns Erzählungen“ behandelten Thematik des Automatenmenschen auf die zeitgenössische Musiktheaterbühne.
Bei allen Veranstaltungen wird der Komponist nicht nur mit seinem musikalischen Erbe vor Ort sein, sondern auch in Form einer aufwendig gestalteten 3D-Büste. Im November vergangenen Jahres reisten zwei Studenten der Hochschule für Gestaltung nach Paris, Offenbachs Wahlheimat. Sie waren ausgestattet mit einem 3D-Scanner, einer Kamera und der Idee, eine Kopie der Büste Jacques Offenbachs anzufertigen, die auf seinem Grab im Pariser Cimetière de Montmartre thront. Dank moderner Technik entstand ein 3D-Druck in Originalgröße mit dem Namen „Jacques OF-200“. Sie wird jede Festivalveranstaltung begleiten und hoffentlich Musiker wie Publikum gleichermaßen beflügeln.
concerti-Tipp:
Jacques Offenbach in Offenbach
20.09.-10.11.2019
Michael Quast, Katharina Deserno, Manuel Lipstein u. a.
Offenbach am Main
So., 12. April 2026 10:00 Uhr
Konzert
Klassik zum Frühstück XL
Bettina Lange (Flöte), Peter Bock (Viola), Susanne Heutling (Harfe)
So., 12. April 2026 10:00 Uhr
Musik in Kirchen
So., 12. April 2026 10:00 Uhr
Kinder & Jugend
Klassikträumchen: Streicherklänge
Quattro Corde
So., 12. April 2026 10:00 Uhr
Kinder & Jugend
Jolifanto
Anna Blume (Flöte), Anne Smorra (Violine), Miroslava Stareychinska (Harfe & E-Bass), Gabriele Baba (Regie)
So., 12. April 2026 10:00 Uhr
Konzert
Teilnehmer des Wettbewerbs
Tölzer Preisträgergipfel / quartettissimo!
So., 12. April 2026 10:30 Uhr
Konzert
Termintipp
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Maxim Vengerov, Symphoniker Hamburg, Emmanuel Villaume
Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25, Shor: Violinkonzert Nr. 6 „Carpe Diem“, Glinka: Ouvertüre zu „Ruslan und Ljudmila“, Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Tatz, Tatz, komm heraus
Julia Ruthensteiner-Schwarz (Gesang & Schauspiel), Ieva Pranskuté (Violine), Mislav Brajković (Violoncello)
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Meine Seele sei vergnügt
Orsolya Nyakas (Sopran), Andrés del Castillo (Tenor), Mitglieder des Berner Symphonieorchesters
Termintipp
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Elisabeth Leonskaja, Cameratra Salzburg, Maxim Emelyanychev
Mendelssohn: Konzert-Ouvertüre op. 26 „Die Hebriden oder Die Fingalshöhle“, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 & Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“
Termintipp
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Staatsorchester Braunschweig, Andreas Ottensamer
J. Strauss (Sohn): Ouvertüre zu „Die Fledermaus“, Mozart: Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201, Bartók: Konzert für Orchester
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Kunterwunderbunt: Schwarz und Weiss wie Zebra
Musiker des Tonhalle Orchesters Zürich, Madeline Engelsman (Schauspiel), Jeroen Engelsman (Regie)
Termintipp
So., 12. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Tami Pohjola, Gürzenich-Orchester Köln, Sakari Oramo
Adès: Concentric Paths op. 24, Sibelius: Lemminkäinen-Suite op. 22
Sehen Sie den Trailer zur Entstehung der Offenbach-Büste:


