Unter dem Motto „Haltung“ widmen sich die Schwetzinger SWR Festspiele der inneren Stärke. Im Mittelpunkt steht die Uraufführungsoper „Malina“, eine Koproduktion des Theater Aachen nach Ingeborg Bachmann, die männliche Machtstrukturen und weibliche Selbstbehauptung auslotet. Die Titelfigur ist dabei höchst geheimnisvoll – ein Spiel jenseits binärer Geschlechterzuweisungen. Valer Sabadus, der als Countertenor ähnliche Klischees auf der Ebene des Gesangs hinterfragt, singt die Titelrolle. Rising Star Maayan Licht und die Queens of Mannheim entdecken in „CarMEN“ Georges Bizets Klassiker neu. Porträtkonzerte und Gesprächsformate – etwa mit Fokuskünstlerin Sophie Pacini – stellen Musiker vor, die auch jenseits der Bühne im Alltag Haltung zeigen.
Einen weiteren Schwerpunkt der Schwetzinger SWR Festspiele bildet der Mythos „Orfeo“. Julian Prégardien gastiert dabei im Rahmen der Festspiele für das zweite Musiktheaterprojekt, „L’Orfeo“ von Claudio Monteverdi, das als Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim in zahlreichen Folgevorstellungen zu erleben ist. Weitere klug kuratierte Konzerte, insbesondere mit Residenzkünstlerin Dorothee Oberlinger, beleuchten den Orfeo in seinen musikhistorisch zahlreichen Facetten. Schließlich kehren viele etablierte Formate zurück: die Gastkonzerte der ARD-Musikpreis-Preisträger, Konzertlesungen und vielfältige Kammerkonzerte – sowie Lars Reichows beliebte monatliche Musikalische Revue.






