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Isarphilharmonie: Igor Levit und die Münchner Philharmoniker

Der künstlerische Elfenbeinturm war nie sein Zuhause

Igor Levit stellt sich mit den Münchner Philharmonikern der Herausforderung von Brahms’ zweitem Klavierkonzert.

vonSören Ingwersen,

Wer wie Igor Levit ein Stern am Pianistenhimmel ist, der darf auch große orange Sterne auf seinem Pullover tragen. Ohnehin liebt Levit für den Klassikbereich eher untypische Auftritte. Er hat im Unterhaltungsfernsehen eine eigene Show, twittert, was das Zeug hält (gerne auch unter der Gürtellinie) und gibt sich oft polemisch, wenn es darum geht, seine politische Meinung zu äußern. Mit 33 Jahren erhielt er das Bundesverdienstkreuz, im letzten Jahr erwog er, es zurückzugeben angesichts der Migrationspolitik der neuen Bundesregierung. Alles Randnotizen freilich, denn in erster Linie ist Levit vor allem eines: ein Künstler, der immer neue Herausforderungen sucht und die meisten davon vortrefflich meistert. Ein solche ist zweifelsohne Johannes Brahms’ zweites Klavierkonzert, das er mit den Münchner Philharmonikern und Antonello Manacorda zur Aufführung bringt. Brahms bezeichnete das Werk einmal als „ein paar kleine Klavierstücke“ – mehr Understatement ist angesichts dessen sinfonischer Dimension, der immensen Virtuosität und lyrischen Tiefe kaum möglich.

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