Im Kino: „Aida“ aus dem Royal Opera House

Opernstars auf der Leinwand

Ganz große Opernerlebnisse aus Amerika gibt es ab Oktober im Kino. Die Premieren der Metropolitan Opera lassen die Herzen höher schlagen, wenn Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Elīna Garanča ihre Kunst zeigen.

© Vladimir Shirokov/Royal Opera House

Anna Netrebko

Anna Netrebko

Licht aus, Film ab – beziehungsweise Oper ab, denn die Inszenierungen der New Yorker Metropolitan Opera werden auch in dieser Saison wieder live auf über 220 Leinwänden in Deutschland und Österreich zu sehen sein. Tickets für die MET-Übertragung gibt es ab 28,50 Euro bei allen teilnehmenden Kinos.

Damit wird eine auf das Jahr 2007 zurückgehende Tradition fortgesetzt. Den Auftakt zu den insgesamt zehn Produktionen macht am 6. Oktober Giuseppe Verdis Klassiker „Aida“ mit Anna Netrebko in der Hauptrolle. Für die russische Sopranistin wird es das erste Mal sein, dass sie die äthiopische Königstochter an der Met singt. Alle Netrebko-Fans können sich auch schon mal den 12. Januar 2019 vormerken, dann wird sie nämlich in der Titelpartie von Francesco Cileas „Adriana Lecouvreur“ an die Met zurückkehren. In dieser Rolle debütierte sie bereits im November 2017 an der Wiener Staatsoper.

Elīna Garanča singt mit Roberto Alagna

Hochkarätig besetzt geht es am 20. Oktober mit der lettischen Mezzosopranistin Elīna Garanča und dem französischen Tenor Roberto Alagna weiter, die für Camille Saint-Saëns’ Oper „Samson et Dalila“ zusammenkommen. Diese Met-Produktion ist die erste neue dieses Werkes seit zwanzig Jahren. Darko Tresnjaks Inszenierung reichert die biblische Geschichte mit modernen Elementen an. Elīna Garanča freut sich auf die Zusammenarbeit mit Alagna, standen die beiden doch schon zuvor für Bizets „Carmen“ gemeinsam auf der Bühne der Met. Alagna sei ein Gesangspartner, auf den sie sich wirklich verlassen könne, sagt die Lettin in einem Video des Opernhauses.

Puccini und Donizetti – Met-Übertragung

Bei großen Opernproduktionen darf auch Jonas Kaufmann nicht fehlen: Der Tenor singt am 27. Oktober an der Seite von Sopranistin Eva-Maria Westbroek die Hauptrolle in „La Fanciulla del West“, die ebenfalls im Oktober auf Leinwand übertragen wird. Puccinis Wildwest-Klassiker wurde am 10. Dezember 1910 unter der Leitung von Arturo Toscanini an der Met uraufgeführt. Über hundert Jahre später zählt er auf der gleichen Bühne immer noch zu den Publikumslieblingen – während er in Deutschland eher selten auf den Spielplänen steht.

Freunde der komischen Oper kommen am 3. März 2019 auf ihre Kosten wenn Donizettis „La fille du régiment“ in einer Neuinszenierung von Laurent Pelly über die Bühne geht. Pretty Yende wird als Marie an der Seite von Javier Camarena die hohe Kunst des Belcanto feiern und ist schauspielerisch mit der Darstellung eines ganz bezaubernden Mannsweibes gefordert.

Sehen Sie hier eine Preview zur Inszenierung von „Samson et Dalila“ an der MET:

concerti-Kino-Tipp:

Met-Übertragung – Opernpremieren im Kino
7.10.2018-11.5.2019
Über 220 Kinos in Deutschland und Österreich

Auch interessant

Opern-Kritik: Gärtnerplatztheater – Rigoletto

Verbotenes Begehren

(München, 30.1.2020) Das Schockmoment von Verdis einst zensiertem Melodramma wird dank der Inszenierung von Herbert Föttinger, gefeierten Sängern und Dirigent Anthony Bramall packend erfahrbar. weiter

Opern-Kritik: Staatsoper Hamburg – Falstaff

Feministinnen wettern gegen die Fetten

(Hamburg, 19.1.2020) Regisseur Calixto Bieito blickt mit seiner „Falstaff“-Inszenierung in die Abgründe der modernen Gesellschaft. weiter

Radio-Tipp 1.11.: Live aus der Elbphilharmonie

Festkonzert

Zu Allerheiligen geben Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester Verdis Requiem. weiter

Kommentare sind geschlossen.