Startseite » Multimedia » Starbesetzter Klassiker

Radio-Tipp 27.7. Mozarts „Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen auf BR Klassik

Starbesetzter Klassiker

Die Salzburger Festspiele bringen Mozarts „Zauberflöte“ mit Mauro Peter, Matthias Goerne, Christiane Karg und weiteren Stars auf die Bühne

vonJulia Hellmig,

Kaum ein Bühnenwerk kann auf solch eine Erfolgsgeschichte blicken wie Mozarts „Zauberflöte“. Bereits die Uraufführung, bei der Emanuel Schikaneder selbst den Papageno gab, war ein Triumph: Allein 14 Verwandlungen auf der Bühne hatten der Librettist und Regisseur vorgesehen. Das Publikum war von der „Maschinen- und Zauberoper“, die auf dem Märchen „Lulu oder die Zauberflöte“ basiert, begeistert.

Mathias Husmann beschreibt den Beginn der „Zauberflöte“ in seinen „Präludien fürs Publikum“ wie folgt: „Drei, durch Pausen getrennte, prachtvolle Akkorde: feierlich, ernst, strahlend – ein klassischer Anfang! Was klassisch heißt? Einheit und Vielfalt: Die Ouvertüre hat außen Sonatenform, innen läuft sie ab als Fuge. Ernst und Heiterkeit: Die Fuge ist eine weise Kunst und gehört zur Welt des Sarastro, das Fugenthema selbst ist lustig und gehört zur Welt des Papageno – die Orchestration ist meisterhaft und dabei so spaßig, dass ich als Kind beim ersten Hören in der Hamburgischen Staatsoper laut lachen musste.“

Die „Zauberflöte“ aus einer neuen Perspektive

Lydia Steier
Lydia Steier © Sandra Then

Aber nicht nur die Musik und das Bühnenspektakel, sondern auch der Sinn für eine packende Geschichte im Stil eines antiken Liebesromans, in dem die Protagonisten den Weg der Erkenntnis und Prüfung gehen müssen, um schließlich zusammenzufinden, waren entscheidend für den großen Erfolg der Oper, der bis heute anhält.

Lydia Steier hat sich für ihre Inszenierung im Rahmen der Salzburger Festspiele das Ziel gesetzt, die Oper aus einer neuen Perspektive zu erzählen. Die US-Regisseurin mit österreichischen Wurzeln hat die Dialoge verändert und eine Erzählerfigur hinzugedichtet: Die des Großvaters, der von Schauspieler Bruno Ganz zum Leben erweckt wird.

Staraufgebot bei den Salzburger Festspielen

Die Geschichte hat Steier kurzerhand nach Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlegt. Das Publikum taucht ein in den Alltag einer großbürgerlichen Familie. Dort liest der Großvater seinen Enkelkindern vor dem Schlafengehen eine Gute-Nacht-Geschichte vor: das Märchen von der Zauberflöte. Und schon beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie zu verschwimmen.

Kein Traum hingegen ist das Staraufgebot auf der Bühne: Mauro Peter als Tamino, Matthias Goerne als Sarastro, Christiane Karg als Pamina sowie Adam Plachetka als Papageno. Constantinos Carydis, der für seine frischen Mozart-Interpretationen bekannt ist, dirigiert seine erste Oper bei den Salzburger Festspielen am Pult der Wiener Philharmoniker.

concerti-Tipp:

Fr. 27.7., 19:00 Uhr
Salzburger Festspiele
Mozart: Die Zauberflöte
BR Klassik

Termine

Auch interessant

Rezensionen

Anzeige

Video der Woche

Internationales Bachfest Stuttgart 2026 – Weil wir Bach lieben!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die ganze Vielfalt Bachs in Stuttgart erleben! Internationale Stars, junge Talente, große Chöre und intime Kammermusik – das Bachfest Stuttgart 2026 vereint erneut Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt in einem einzigartigen, farbenreichen Festival. Gemeinsam feiern wir die Musik, die uns verbindet. Weil wir Bach lieben!

  • „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
    Interview Joshua Bell

    „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“

    Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!