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Rezension Mari Kodama – Werke von Mozart & Poulenc

Stelldichein

Mari Kodama hat sich mit ihrer Schwester Momo Kodama, Tochter Karin Kei und Ehemann Kent Nagano zum gemeinsamen Mozart-Spiel getroffen.

vonChristoph Vratz,

Familientreffen, fast wie im Hause Mozart: Kent Nagano hat Gattin Mari Kodama, Schwägerin Momo Kodama und Tochter Karin Kei zum Stelldichein mit dem Orchestre de la Suisse Romande versammelt. Auf dem Programm stehen die Doppelkonzerte von Mozart und Poulenc sowie Mozarts Konzert für drei Klaviere KV 242. Wo diese Aufnahme am ehesten überzeugen kann? Bei Poulenc. Das kecke Rhythmisieren, das Wett-Funkeln der beiden Kodama-Schwestern etwa im ersten Satz, die burschikose Geläufigkeit im Finale – das darf man sehr wohl als gelungen bezeichnen. Mozart dagegen leuchtet nicht ganz so intensiv, wirkt nicht ganz so überzeugend, weil die musikalischen Linien nicht immer ein Optimum an Gesanglichkeit erreichen. Umso intensiver gelingen die Dialoge mit den Holzbläsern, etwa im Andante des Doppelkonzerts KV 365. Das Orchester agiert unter kammermusikalischen Gesichtspunkten ansprechend.

Mari Kodama
Mari Kodama

Mozart: Doppelkonzert Es-Dur KV 365 & Tripelkonzert F-Dur KV 242, Poulenc: Doppelkonzert d-Moll

Mari Kodama, Momo Kodama & Karin Kei (Klavier), Orchestre de la Suisse Romande, Kent Nagano (Leitung)
Pentatone

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