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Rezension Mario Häring – Extase

Von Walzer bis Techno

Pianist Mario Häring zelebriert die Ekstase in der Musik mit Werken von Debussy, Liszt, Rachmaninow und Skrjabin.

vonEcki Ramón Weber,

Ohne Zweifel: Ekstase war und ist in der Musik eine zentrale Kategorie. Der Pianist Mario Häring hat sich das jetzt mal genauer angeschaut. Sein Album „Extase“, angelehnt an die Schreibweise in den romanischen Sprachen, bringt Musik aus Romantik, Moderne und Postmoderne, die Rausch und Überschwang zelebriert. In unterschiedlichen Ausformungen. Bei den Mäandern und Arabesken von Debussys „L’isle joyeuse“ entfaltet Häring mit kraftvollen Anschlägen klangliche Sinnlichkeit. Bei Liszt wird es drängend mit viel Bewegungsenergie in den Steigerungen, nur das Bizarre, Bedrohliche kommt etwas zu kurz. Das „Bacchanale“ von Cage bringt überraschenderweise noch mehr Techno-Power als die „Techno Parade“ von Conesson. Faszinierend auch, wie sich bei Skrjabin leidenschaftliche Energieschübe aus Nebeln lösen, ebenso im pianistischen „Liebestod“ von Liszt nach Wagner. Auch in der lässig-entspannten Spielart von Ekstase in Debussys „Bilitis“-Liedern können Häring und seine Mitstreiter überzeugen. Ein inspirierendes Konzept-Album.

Mario Häring
Mario Häring

Extase
Werke von Debussy, Liszt, Connesson, Cage, Rachmaninow & Skrjabin

Josefine Göhmann (Sopran), Clara Andrada de la Calle (Flöte), Sharon Kam (Klarinette), Alexandre Castro-Balbi (Violoncello), Mario Häring (Klavier)
Berlin Classics

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