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Rezension Nicolas Altstaedt – Beethoven

Poetische Inseln

Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich verstehen sich so prächtig, dass jeder Satz von Beethovens Cellosonaten einer Frischzellenkur gleicht.

vonChristian Lahneck,

Es gibt sehr viele und viele gute Aufnahmen mit Beethovens Werken für Cello und Klavier. Nun ist eine weitere schillernde Einspielung hinzugekommen. Nicolas Altstaedt und sein Partner Alexander Lonquich kommen Beethoven auf die Schliche, weil sie keinen Akzent, keinen radikalen Umsturz auslassen, weil sie den poetischen Inseln nachspüren – und weil sich Cello und der historische Graf-Flügel auf herausragende Weise ergänzen, auch dank einer plastisch-unmittelbaren Aufnahmetechnik. Was auf den ersten Eindruck hin idyllisch oder tänzerisch scheinen mag, entpuppt oft sich als Ritt auf der Rasierklinge. Das darf dann auch mal knallig und schroff klingen, solange arioser Schönklang als Kontrapunkt dient. Genau das ist hier der Fall. Beide Solisten verstehen sich so prächtig, dass jeder Satz einer Frischzellenkur gleicht. Dies ist sicher keine beliebige Gabe zum 250. Geburtstag von Beethoven.

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Nicolas Altstaedt
Nicolas Altstaedt

Beethoven
Sämtliche Cellosonaten Nr. 1-5
Händel-Variationen WoO 45
Mozart-Variationen op. 66 & WoO 46

Nicolas Altstaedt (Violoncello), Alexander Lonquich (Klavier)
Alpha

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