© Marco Borggreve

Nicolas Altstaedt

Nicolas Altstaedt

Geboren in Heidelberg als Sohn eines Deutschen und einer Französin, unternahm er mit sechs Jahren seine ersten Streichversuche auf dem Cello. Eine eher zufällige Wahl, da sein Vater ein wenig Klavier und Cello spielte – und für die Tasten hatte sich halt schon sein Bruder entschieden. Doch dann ließ ihn das Instrument nicht mehr los, und als er mit 14 Jungstudent in Detmold wurde, war klar: Eines Tages würde der Teenager Cellist werden.

Nur kurz, doch umso prägender sein Studium bei Boris Pergamenschikow in Berlin: Als einer seiner letzten Schüler konnte er noch von Wissen und Erfahrungen des großen Cellisten profitieren. War Altstaedt in der Stadt, trafen sich die beiden mehrmals in der Woche zum Unterricht – und der beschränkte sich keineswegs auf reines Streichertraining, sondern umfasste alle Bereiche der Musik. Eine (Lehr-)Zeit, in der Altstaedt auch Gidon Kremer kennenlernte, der ihn nach einem Vorspiel sogleich zu seinem Kammermusikfestival in Lockenhaus einlud – und ihn 2011 dann dort zu seinem Nachfolger erkor.

Musikalisch sieht sich der dunkelhaarige Lockenkopf dabei als Grenzgänger zwischen Alter, klassischer und Neuer Musik – und empfindet solch Genre-Sprünge auch als ganz natürlich: Das seien halt drei verschiedene Sprachen, die er vielleicht nicht alle gleich gut spreche, aber für sich als Musiker einfach alle brauche. Und so wechselt er denn auch wie selbstverständlich zwischen Darm- und Stahlsaiten, ist bei Spezialisten wie Allroundern ein gleichermaßen beliebter Partner. Nicht zuletzt, weil Altstaedt auch jenseits der Klassik stets nach neuen Inspirationen sucht – sei es nun in der Natur, der Kunst oder der Begegnung mit fremden Menschen, anderen Kulturen und Lebensstilen.

Dienstag, 03.11.2020 20:00 Uhr Laeiszhalle Hamburg

Vilde Frang, Lawrence Power, Nicolas Altstaedt, Herbert Schuch

Beethoven: Serenade für Streichtrio op. 8, Streichtrio G-Dur op. 9/1, & Klavierquartett Es-Dur WoO 36/1

Mittwoch, 04.11.2020 18:00 Uhr Zentrum Paul Klee Bern
Samstag, 14.11.2020 16:00 Uhr Pierre Boulez Saal Berlin
  • Mittwoch, 10.03.2021 19:30 Uhr Orchesterhaus Salzburg

    Nicolas Altstaedt, Mozarteumorchester Salzburg, Giovanni Antonini

    J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048, Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129, Haydn: Sinfonie Nr. 80 d-Moll

    Donnerstag, 11.03.2021 19:30 Uhr Universität Mozarteum Salzburg

    Nicolas Altstaedt, Mozarteumorchester Salzburg, Giovanni Antonini

    J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048, Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129, Haydn: Sinfonie Nr. 80 d-Moll

    Samstag, 03.07.2021 21:00 Uhr Pinakothek der Moderne München

    Nicolas Altstaedt, Münchener Kammerorchester, Clemens Schuldt

    Weinberg: Präludien für Violoncello solo, Concertino op. 43 für Violoncello und Orchester & Kammersinfonie Nr. 4 op. 153

    Livestream 15.11.: Nicolas Altstaedt & SWR Symphonieorchester

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