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Frank Peter Zimmermann gastiert in der Essener Philharmonie

Wundertüte für Geiger

Die Essener Philharmoniker und Geiger Frank Peter Zimmermann verbinden eine Preziose der Moderne mit Schuberts längster Sinfonie.

vonRedaktion,

Das 1951 uraufgeführte und im Konzertsaal immer noch als Rarität geltende Violinkonzert von Frank Martin ist eine Wundertüte im besten Sinne. Äußerlich folgt es zwar der klassischen Dreisätzigkeit aus Allegro, Andante und Presto, harmonisch indes wandelt die Musik auf ganz eigenwilligen Pfaden. Wie kein Zweiter bringt der Schweizer Komponist darin impressionistische Klänge und Schönbergs Zwölftonvorstellung in Einklang. Er selbst beschrieb es einmal als ein „sinfonisches Stück, das von einem Soloinstrument angeführt und angetrieben“ wird. Umso reizvoller erweisen sich die ausgeprägten Gegensätze zwischen Orchestertutti und der höchst virtuosen Solopartie, die in Essen Frank Peter Zimmermann übernimmt. Unter der Leitung von GMD Andrea Sanguineti spielen die Philharmoniker zudem Schuberts „große“ C-Dur-Sinfonie, die mit einer Dauer von etwa einer Stunde bis in die Spätromantik das längste Werk seiner Art war. Kurz vor seinem Tod 1827 vollendet, erlebte Schubert ihre jedoch Uraufführung nicht mehr. Diese erfolgte erst zwölf Jahre später im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung von Felix Mendelssohn.

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