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Giedrė Šlekytė dirigiert Zemlinsky und Dvořák

Liebesbekundungen für die Nachwelt

Giedrė Šlekytė und das SWR Symphonieorchester blicken musikalisch auf das Liebesleben Zemlinskys und Dvořáks.

vonRedaktion,

Nachdem die romantische Liaison zwischen Alexander von Zemlinksy und der späteren Ehefrau Gustav Mahlers, Alma Schindler, im November 1901 ein schnelles Ende genommen hatte, verarbeitete Zemlinsky seinen Trennungsschmerz in seiner Orchesterfantasie „Die Seejungfrau“. Basierend auf dem Kunstmärchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen, wurde das Stück nach der Uraufführung im Wiener Musikverein von der Kritik durchaus positiv besprochen. Dennoch geriet das Werk in Vergessenheit und galt nach dem Tod Zemlinskys lange Zeit als unauffindbar. Die Litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė bringt jenes Werk, das erst in den 1980er-Jahren wieder auftauchte, in diesem Monat mit dem SWR Symphonieorchester auf die Bühne. Deutlich reibungsloser fand Dvořáks Cellokonzert h-Moll aufgrund des Lieblingslieds der geliebten Schwägerin Josefine seinen Weg in die Reihe der bekanntesten Werke dieses Genres – und das, obwohl der Komponist dem Violoncello zunächst skeptisch gegenüberstand. Jean-Guihen Queyras ist als Solist zu erleben und zeigt eindrucksvoll, dass selbst große Komponisten ihre Meinung ändern können.

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