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Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ unter Simon Rattle

Theatralisches Gemälde in Tönen

Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze bringt Simon Rattle dessen monumentales Oratorium „Das Floß der Medusa“ in die Isarphilharmonie.

vonPatrick Erb,

Um eines der dramatischsten Oratorien des 20. Jahrhunderts zu entfalten, bündelt Sir Simon Rattle Knabensolisten, die groß besetzten Chöre des BR und des WDR, Soli von Anna Prohaska und Bariton Georg Nigl sowie das avantgardistisch geschärfte Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Zum 100. Geburtstag Hans Werner Henzes erklingt mit „Das Floß der Medusa“ dessen monumentales Oratorium, inspiriert von Théodore Géricaults Gemälde und den Berichten der Überlebenden einer gescheiterten Schiffsexpedition von 1816. Nachdem das Flaggschiff Medusa auf ein Riff aufgelaufen ist, beschließt der Kapitän, es aufzugeben. Die Offiziere und Ehrengäste retten sich in die Boote, die übrigen 149 Menschen werden schließlich auf einem Floß ihrem Schicksal überlassen. Nah an Géricaults düsteren Farben orientiert, erzählt Henze erschreckend realistisch und kostet die gestalterischen Möglichkeiten seiner Zeit voll aus. Als Ouvertüre dieser lebendigen Kunst fungiert Olga Neuwirths „Zones of Blue“, das Klarinettist Jörg Widmann an diesem Abend in der Isarphilharmonie uraufführen wird.

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