Seit Jahrzehnten sprengt Helmut Lachenmann mit seiner „Musique concrète instrumentale“ die Grenzen des Hörbaren und fordert Musiker wie Publikum immer wieder aufs Neue heraus. Kritik und künstlerisches Risiko scheute der Komponist dabei nie: „Man muss gefährlich leben“, rekapitulierte er kürzlich im Interview mit concerti. Am 27. November feiert die Musikwelt Lachenmanns neunzigsten Geburtstag – auch im Konzertsaal: Das Ensemble Modern ehrt den Meister mit der Aufführung seines Stücks „Concertini“ für 27 solistisch agierende Musiker, die mit tonlosem Atem, Schab- und Scharrgeräuschen die Bühne in ein Kaleidoskop ungewöhnlicher Klänge verwandeln. Es dirigiert Lachenmann-Kenner Sylvain Cambreling. Das SWR Symphonieorchester und François-Xavier Roth hingegen widmen sich Lachenmanns „Ausklang“, einer Art Anti-Klavierkonzert, das als kontrastreicher Gegenpol Beethovens siebter Sinfonie gegenübergestellt wird.
Tournee zum 90. Geburtstag von Helmut Lachenmann
Über die Grenzen des Hörbaren hinaus
Das Ensemble Modern, das SWR Symphonieorchester und das IEMA-Ensemble gratulieren Helmut Lachenman im Konzertsaal zum 90. Geburtstag.
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Das Ensemble Modern wurde 1980 von Studenten der Jungen Deutschen Philharmonie gegründet. Seither ist der international besetzte Klangkörper auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert. Die Arbeitsweise des Ensemble Modern ist basisdemokratisch organisiert. So verzichten die Musiker bewusst auf einen künstlerischen Leiter und…
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Bevor sich Sylvain Cambreling seiner eigentlichen Leidenschaft – dem Dirigieren – widmete, begann der 1948 in Amiens geborene Franzose Posaune zu spielen. Später studierte er das Instrument am Pariser Konservatorium und wurde anschließend im Orchestre national de Lyon als Posaunist aufgenommen, wo…
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Das Orchester entstand durch die Fusion der beiden bisherigen SWR-Orchester, des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg und des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. Dieser aus Gründen der Kostenersparnis gefasste Beschluss wurde nach vielen Diskussionen und Protesten 2016 in die Tat umgesetzt. Dienstsitz und Probenort des…
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Dirigent und Vermittler: Der 1971 in Paris geborene François-Xavier Roth setzt lieber auf ein Miteinander statt auf Hierarchie. Sein Vater ist der Organist Daniel Roth an St. Sulpice in Paris. François-Xavier Roth studierte zunächst Flöte am Konservatorium Paris und begann neben seiner…
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Termine
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Konzert
Clara-Jumi Kang, Symphoniker Hamburg, Sylvain Cambreling
Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61, Henze: Sinfonie Nr. 8
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Konzert
Johanni van Oostrum, Maximilian Schmitt, Mika Kares, SWR Symphonieorchester, François-Xavier Roth
Rihm: In-Schrift, Wagner: Die Walküre (Auszüge)
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Konzert
Johanni van Oostrum, Maximilian Schmitt, Mika Kares, SWR Symphonieorchester, François-Xavier Roth
Rihm: In-Schrift, Wagner: Die Walküre (Auszüge)
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Konzert
Johanni van Oostrum, Maximilian Schmitt, Mika Kares, SWR Symphonieorchester, François-Xavier Roth
Rihm: In-Schrift, Wagner: Die Walküre (Auszüge)
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Do., 05. März 2026 13:00 Uhr
Liederhalle, Stuttgart(Beethoven-Saal)Konzert
Radu Ratoi, SWR Symphonieorchester, Gemma New, Tabea Dupree
Piazzolla: Bandoneonkonzert „Aconcagua“, Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Classique“
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Fr., 06. März 2026 19:30 Uhr
Liederhalle, Stuttgart(Beethoven-Saal)Konzert
Hana Chang, Radu Ratoi, SWR Symphonieorchester, Gemma New, Tabea Dupree
Barber: Adagio op. 11, Piazzolla: Bandoneonkonzert „Aconcagua“, Prokofjew: Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63 & Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Classique“
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Konzert
Patricia Kopatchinskaja, SWR Symphonieorchester, Tito Muñoz
Wagner: Vorspiel und Liebestod aus „Tristan und Isolde“, Bartók: Violinkonzert Nr. 1 & Zwei Bilder op. 5 (Auszüge), Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzer“, Prokofjew: Romeo und Julia op. 64 (Auszüge)
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Konzert
Patricia Kopatchinskaja, SWR Symphonieorchester, Tito Muñoz
Bartók: Violinkonzert Nr. 1, Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzer“, Prokofjew: Romeo und Julia op. 64 (Auszüge)
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