2019 sorgte Giorgi Gigashvili mit dem Gewinn des Klavierwettbewerbs in Vigo – damals unter Juryvorsitz der Klavierikone Martha Argerich – für internationales Aufsehen in der Klassikwelt. Eine beachtliche Zahl an Auszeichnungen später schickt sich der nunmehr 26-Jährige an, in die vorderen Ränge der jüngeren Pianisten-Generation vorzustoßen. Neben Auftritten als „Rising Star“ in großen europäischen Konzerthäusern nimmt sich der Georgier Zeit für Rezitale in kleineren, traditionsreichen Sälen. Im Frankfurter Hof stellt er sich mit einem klugen Programm aus deutscher Romantik und russischer Moderne vor.
So beleuchtet Giorgi Gigashvili mit Robert Schumanns aufwühlender Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 11 – Widmungsträgerin ist keine Geringere als seine spätere Ehefrau Clara Wieck – und Clara Schumanns Variationen nach einem Thema von Robert Schumann fis-Moll op. 20 die innige Beziehung der beiden als gegenseitige Widmungsträger. Den Familien- und Freundeskreis erweitern wiederum Fanny und Felix Mendelssohn, die mit Liedern ohne Worte vertreten sind. Dmitri Schostakowitschs Verhältnis zu seiner Lieblingsschülerin Galina Ustwolskaja war schließlich mindestens so komplex wie die Musik der erst 2006 verstorbenen Avantgardistin selbst.

