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CD-Rezension Beethoven: Tripelkonzert & Gassenhauer

Solistische Spannung

Drei Solokünstler übernehmen hier die Partien des „Tripelkonzerts“ von Beethoven, was dem insgesamt heiteren Charakter des Werks klar zugutekommt

vonJohann Buddecke,

Kein etabliertes Klaviertrio, sondern drei Solokünstler übernehmen hier die Solopartien des Tripelkonzerts Ludwig van Beethovens, was dem insgesamt heiteren Charakter des Werks klar zugutekommt. Im Mittelpunkt dieser hervorragenden Live-Aufnahme steht das Spiel der herausragenden französischen Cellistin Anne Gastinel. Umrahmt von dem wohlproportionierten Orchesterklang unter der Leitung Paavo Järvis entsteht dennoch nicht der häufige Eindruck eines verkappten Cellokonzerts sondern durch die energetische Spontanität der Live-Situation gemeinsam mit Gil Shaham und Nicholas Angelich eine solistische Spannung auf Augenhöhe. Selbiges gilt auch für das souveräne Zusammenspiel im ebenfalls enthaltenen und zum freudig-fröhlichen Charakter des Tripelkonzert passenden „Gassenhauer“-Trio, das hier in seiner ursprünglichen, mit Klarinette – gespielt von Andreas Ottensamer – besetzten Form zu hören ist.

Beethoven: Tripelkonzert op. 56 & Klarinettentrio op. 11 „Gassenhauer“

Gil Shaham (Violine), Anne Gastinel (Violoncello), Nicholas Angelich (Klavier), Andreas Ottensamer (Klarinette), hr-Sinfonieorchester, Paavo Järvi (Leitung)
Naïve

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