Zwei letzte Sinfonien

Rezension Jakub Hrůša – Brahms & Dvořák

Zwei letzte Sinfonien

Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker überzeugen mit hochmusikalischer Professionalität und spürbarer Vertrautheit mit Brahms und Dvořák.

Alben mit je einem Werk zweier wesensverwandter oder zueinander kontrastierender Komponisten liegen im Trend. Nach dem BeethovenSchostakowitsch-Zyklus Michael Sanderlings mit der Dresdner Philharmonie starten das Paradeorchester an der Regnitz und sein tschechischer Chefdirigent Jakub Hrůša ihre vierteilige Serie mit je einer Brahms- und einer Dvořák-Sinfonie. Im Kernrepertoire der Bamberger Symphoniker sind beide Komponisten fest verankert. So kommt es zu einer sehr homogenen Begegnung von Brahms mit der „Neuen Welt“. Besonders schön gelingen die Steigerungen der Streichergruppen und die koloristischen Verbindungen von Streichern und Holzbläsern. Beide Einspielungen zeugen von hochmusikalischer Professionalität und spürbarer Vertrautheit mit den Werken. Insgesamt wirken die an den Beginn des Zyklus gesetzten Spätwerke allerdings etwas leicht und dabei mehr spielerisch erobert als ausgefeilt.

Brahms: Sinfonie Nr. 4 & Dvořák: Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“

Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša (Leitung)
Tudor (2 CDs)

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Termine

Samstag, 11.09.2021 19:00 Uhr Philharmonie Berlin
Sonntag, 12.09.2021 20:00 Uhr Philharmonie Berlin
Donnerstag, 28.10.2021 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Isabelle Faust, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Jakub Hrůša

Kabeláč: The Mystery of Time, Britten: Violinkonzert Nr. 1 op. 15, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10

Freitag, 29.10.2021 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Isabelle Faust, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Jakub Hrůša

Kabeláč: The Mystery of Time, Britten: Violinkonzert Nr. 1 op. 15, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10

Donnerstag, 09.12.2021 20:00 Uhr Liederhalle Stuttgart

Frank Peter Zimmermann, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Schumann: Violinkonzert d-Moll op. Posthum, Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Donnerstag, 24.02.2022 20:15 Uhr Konzerthaus Dortmund

Hélène Grimaud, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Bartók: Klavierkonzert Nr. 3 Sz 119, Smetana: Mein Vaterland (Auszüge)

Dienstag, 31.05.2022 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Wagner/Maazel: Der Ring ohne Worte

Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša (Leitung)

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