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Rezension Kirill Karabits – Liszt: Sardanapalo

Italienisches Opernabenteuer

In „Sardanapalo“ verbindet Liszt glänzend erfundene Melodien mit den zukunftsweisenden Orchesterfarben seiner sinfonischen Dichtungen.

vonRoland H. Dippel,

Eine andere„Götterdämmerung“ wäre das Goethe gewidmete Lesedrama Lord Byrons in Franz Liszts Vertonung „Sardanapalo“ beinahe geworden. Doch der Komponist kapitulierte aus unbekannten Gründen vor der Vollendung dieser Hyper-Oper. David Trippett vollendete nach erhaltenen Skizzen den ersten Akt: König Sardanapalo überschüttet die an den assyrischen Hof verschleppte Mirra mit Liebe und Luxus. Liszt verbindet glänzend erfundene Melodien mit den zukunftsweisenden Orchesterfarben seiner Sinfonischen Dichtungen. Das Ergebnis: ein fünfzig Minuten währender musikalischer Rausch mit zu frenetischer „Tannhäuser“-Ekstase gesteigerten Belcanto-Wonnen! Dieses Fragment ist ein Musterbeispiel für die Erweiterungen des vokalen Spektrums zum Ausdrucksgesang der folgenden Jahrzehnte. „Sardanapalo“ zeigt Liszts persönliches Ringen um seine Vision von einer Oper der Zukunft. Die Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits und die dem Partitur-Fragment in allen Facetten vollauf gewachsenen Solisten feiern ein nicht nur für Thüringen außergewöhnliches Opernfest.

Liszt: Sardanapalo & Mazeppa

Joyce El-Khoury (Sopran), Airam Hernández (Tenor), Oleksandr Pushniak (Bassbariton), Opernchor des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Leitung)
audite

Sehen Sie hier den Trailer zu Liszts „Sardanapalo“:

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