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Rezension Quatuor Ébène – Milestones

Einzigartige Klangkultur

Nach 25 Jahren verabschiedet sich Cellist Raphaël Merlin mit originell arrangierten Jazzstandards aus dem Quatuor Ébène.

vonFrank Armbruster,

Die prinzipielle Offenheit für Jazz und andere Stilrichtungen war bei der Gründung des Quatuor Ébène eine Bedingung für den Cellisten Raphaël Merlin. Nach 25 Jahren hat Merlin, der auch Jazzpianist ist, das Ensemble verlassen, und durchaus folgerichtig ist seine letzte Aufnahme mit den Ébènes eine mit Jazzstandards. Und was für eine! Dass Streichquartette auch Jazz spielen, kennt man unter anderem von dem Kronos Quartet. Doch Merlins Arrangements von Klassikern wie „All Blues“ oder „Misty“ vereinen auf ziemlich einzigartige Weise die über Jahrzehnte gewachsene Klangkultur des Quartetts mit einer am Jazz orientierten Aufteilung der Stimmen in Solo, Bassline und harmonieliefernden Mittelstimmen, die freilich immer wieder höchst originell aufgebrochen werden. Man kann nur hoffen, dass mit dem neuen Cellisten Yuya Okamoto diese Qualitäten nicht ganz verloren gehen.

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Quatuor Ébène
Quatuor Ébène

Milestones
Werke von Kirkland, Davies, Garner, Mingus, Monk u. a.

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