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CD-Rezension Valery Gergiev

Spätromantische Nacht und Moderne

Valery Gergiev präsentiert Szymanowskis betörende Klangwelten mit dem London Symphony Orchestra

vonEcki Ramón Weber,

Sehnsüchtig, geheimnisvoll, aber auch gewaltig, ja wuchtig, gibt sich Karol Szymanowskis Sinfonie Nr. 3. Für Das Lied von der Nacht, so der Titel dieser Sinfonie, hat der Komponist alte persische Sufi-Texte herangezogen. Dirigent Valery Gergiev, das London Symphony Orchestra mit Chorus und hochinspirierte Gesangssolisten kreieren mit dieser betörenden Musik suggestive Traumwelten. Geballte Kraft wird entfesselt, ohne in Bombast zu verfallen. Stattdessen gibt es hörbar räumliche Tiefe und schillerndes Farbspiel. Szymanowskis Stabat Mater fesselt mit hochgespannter orchestraler Dramatik, expressiven Solisten und einem mitreißenden Chor, den der Chorspezialist Simon Halsey zu verblüffendem Nuancenreichtum angefeuert hat. Und die Sinfonie Nr. 4 bekommt die nötige kristalline Modernität, die das Zusammenspiel von Soloklavier und Bläsergruppen erfordert. Sehr überzeugend!

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Szymanowski: Sinfonie Nr. 3 B-Dur op. 27 „Das Lied von der Nacht“ & Sinfonie Nr. 4 op. 60, Stabat Mater op. 53
Sally Matthews (Sopran), Ekaterina Gubanova (Mezzosopran), Toby Spence (Tenor), Denis Matsuev (Klavier), London Symphony Chorus, London Symphony Orchestra, Valery Gergiev (Leitung)
LSO/Note1
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