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Meisterkonzert mit Elisabeth Leonskaja in Stuttgart & Karlsruhe

Dialog der Generationen

Die Grande Dame des Klaviers Elisabeth Leonskaja brilliert mit Brahms‘ erstem Klavierkonzert beim SWR Symphonieorchester.

vonJohann Buddecke,

Im vergangenen November feierte Elisabeth Leonskaja ihren achtzigsten Geburtstag. Dass sie zugleich auf nahezu sieben Jahrzehnte Bühnenpräsenz zurückblicken kann, liegt daran, dass die aus Tiflis stammende Grande Dame des Klaviers bereits mit elf Jahren erstmals öffentlich auftrat und seither ihren Platz unter den prägenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit behauptet. Nun begegnet sie dem erst 32-jährigen aus Dachau stammenden Dirigenten Thomas Guggeis und dem SWR Symphonieorchester. Gemeinsam widmen sie sich Johannes Brahms’ erstem Klavierkonzert. Der Koloss zählt mit einer Aufführungsdauer von etwa fünfzig Minuten zu den längsten romantischen Solokonzerten, wobei der ungewöhnlich ausgeprägte Orchesterpart auch eine Bezeichnung als „Sinfonie mit Klavier“ zuließe. In einem Brief an Clara Schumann berichtete 1855 der damals 32-jährige Brahms immerhin von einem Traum, in dem er eine „verunglückte Sinfonie“ zu seinem Klavierkonzert benutzt hätte: „Vom ersten Satz und Scherzo und einem Finale furchtbar schwer und groß. Ich war ganz begeistert.“ Rund dreißig Jahre später nahm Antonín Dvořák die Uraufführung von Brahms‘ dritter Sinfonie zum Anlass, seinerseits ein neues Orchesterwerk zu komponieren: seine siebte Sinfonie, die im zweiten Teil des Konzerts erklingt.

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