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„Façades“ in der Kölner Philharmonie

Ein Universum der Weiblichkeit

Anna Prohaska spürt barocken Gefühlsstürmen nach.

vonPatrick Erb,

In einer Melange aus Gesang, Tanz und ­Instrumentalmusik geht Sopranistin Anna Prohaska in der Kölner Philharmonie in ihrem Performance-Werk „Façades“ auf Tuchfühlung mit Großmeistern des italienischen Barock und deren Frauenbildern. Gekrönt wird diese Auseinandersetzung mit der schon zu ihrer Zeit bekannten Komponistin Barbara Strozzi. Prohaska möchte die Gefühlsstürme einer Liebenden nacherzählen, die zwischen ihren Emotionen hin und hergerissen ist. Tatkräftig zur Seite stehen ihr dabei Choreograf Emanuele Soavi mit seinem Ensemble wie auch die experimentierfreudige Lautten Compagney Berlin.

Doch was steckt eigentlich hinter dem Projekt-Namen „Façades“? Ist es die Unterschiedlichkeit in den Genres der ausgewählten Werke, die wie heterogene Häuserfassaden in einer Innenstadt aneinandergereiht werden? Zwischen Werken von italienischen Komponisten des Frühbarock positionieren sich einige Stücke von Philip Glass – als würde zwischen zwei barocken Giebelhäusern ein moderner Gebäudekomplex stehen.

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