Cellistin Raphaela Gromes hat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke vergessener Komponistinnen wieder ans Tageslicht zu holen. Eine von ihnen ist Maria Herz, die 1878 als jüngste Tochter in eine Kölner Textildynastie geboren wurde. In den 1920er-Jahren hatte sie sich als Pianistin und Komponistin in der Domstadt etabliert und pflegte beste Kontakte zu Dirigenten wie Otto Klemperer und Hermann Abendroth. Wenige Jahre vor ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten ins englische Exil verfasste sie ihr Cellokonzert, das erst im vergangenen Jahr erstmals in Deutschland aufgeführt wurde. Nun präsentiert Gromes gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Aachen unter Tobias Ringborg das einsätzige Werk, in dem die 1950 gestorbene Komponistin expressiv jüdische Melodien verarbeitet. Das gilt auch für das ebenfalls erklingende „Kol Nidrei“ von Max Bruch. Den Abend im Eurogress komplettiert Carl Nielsens Vorspiel zum zweiten Akt aus seiner Oper „Saul und David“ sowie Jean Sibelius’ Zweite Sinfonie.
Raphaela Gromes spielt Maria Herz‘ Cellokonzert in Aachen
Zu Unrecht vergessen
Cellistin Raphaela Gromes und das Sinfonieorchester Aachen geben der jüdischen Komponistin Maria Herz eine Stimme.
-
Raphaela Gromes hat bereits als Vierjährige mit dem Cellospiel begonnen. Erste Bühnenerfahrungen konnte sie im Alter von sieben Jahren mit ihren Eltern, beide Cellisten, sammeln. „Mein Vater war nicht nur ein toller Cellist, sondern auch als Bastler enorm kreativ. Er hat auch…
Mehr auf dem Künstlerportal
-
Das Sinfonieorchester Aachen gehört mit jährlich rund 140 Auftritten bei den Musiktheaterproduktionen des Theaters Aachen und auf Konzertbühnen im ganzen Land zu den aktivsten Ensembles in Deutschland. Seine Tradition reicht bis ins Jahr 1720 zurück, 1825 führten die Aachener als erster Klangkörper…
Mehr auf dem Künstlerportal
Termine
-
Konzert
Raphaela Gromes, Staatsorchester Darmstadt, Oscar Jockel
Fauré: Pelléas et Mélisande op. 80, Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33, Jaëll: Cellokonzert F-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
-
Konzert
Raphaela Gromes, Staatsorchester Darmstadt, Oscar Jockel
Fauré: Pelléas et Mélisande op. 80, Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33, Jaëll: Cellokonzert F-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
-
Sa., 24. Januar 2026 14:00 Uhr
Theater Aachen, Aachen(Spiegelfoyer)Kinder & Jugend
Das Lamm, das zum Essen kam
Yoesehp Ahn (Kontrabass), Karl-Josef Ohligs (Kontrabass), Sinfonieorchester Aachen
-
Sa., 24. Januar 2026 15:30 Uhr
Theater Aachen, Aachen(Spiegelfoyer)Kinder & Jugend
Das Lamm, das zum Essen kam
Yoesehp Ahn (Kontrabass), Karl-Josef Ohligs (Kontrabass), Sinfonieorchester Aachen
-
So., 25. Januar 2026 10:00 Uhr
Dom, AachenMusik in Kirchen
Karlsfest
Sinfonieorchester Aachen, Felix Heitmann (Leitung)
-
Termintipp
Mi., 28. Januar 2026 12:00 Uhr
Konzert
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Raphaela Gromes
Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33, Bizet: Sinfonie C-Dur
-
Termintipp
Mi., 28. Januar 2026 19:30 Uhr
Konzert
Raphaela Gromes, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Zohar Lerner
Mayer: Ouvertüre Nr. 2 D-Dur, Jaëll: Cellokonzert F-Dur, Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33, Bizet: Sinfonie C-Dur
-
Konzert
Raphaela Gromes, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Zohar Lerner
Mayer: Ouvertüre Nr. 2 D-Dur, Jaëll: Cellokonzert F-Dur, Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33, Bizet: Sinfonie C-Dur
Auch interessant
-
Schwetzinger SWR Festspiele 2025
Auf ins Reich der Verführungen
Mit einem vielfältigem Programm, darunter die Musiktheater-Uraufführung „Adam und Eva“, blicken die Schwetzinger SWR Festspiele auf die verlockenden Seiten der Kunst.
-
Interview Raphaela Gromes
„Nicht enden wollende Energie“
Raphaela Gromes hat mit dem Ukrainischen Nationalorchester Antonín Dvořáks Cellokonzert eingespielt – für die Cellistin in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Projekt.
-
Konzert: Uwaga! und das Sinfonieorchester Aachen im Eurogress
Die zwei großen Bs
Uwaga! und das Sinfonieorchester Aachen lassen Beethoven zu Balkan-Pop tanzen.
-
#InstaView Raphaela Gromes
„Einer der schönsten Momente in meinem musikalischen Leben“
Die Story hinter dem Bild: Im InstaView stellt sich Cellistin Raphaela Gromes einer geheimen Auswahl ihrer eigenen Instagram-Postings – und bekommt Gelegenheit zum Kommentar.
Rezensionen
-
Rezension Raphaela Gromes – Fortissima
Betörende Entdeckungen
Raphaela Gromes holt auf ihrer Anthologie „Fortissima“ Orchesterwerke und Kammermusik von Komponistinnen aus der Vergessenheit.
-
Rezension Raphaela Gromes – Chopin: Nocturnes
Gelungenes Experiment
Olga Scheps und Raphaela Gromes ergänzen sich wunderbar in eigens für sie erstellten Arrangements von Chopin-Nocturnes.
-
Rezension Raphaela Gromes – Dvořák: Cellokonzert
Bekenntnis zur Freiheit
Raphaela Gromes und das Nationale Sinfonieorchester der Ukraine kombinieren mit Herzblut Dvořáks Cellokonzert und Werke ukrainischer Komponisten.
-
Interview Ksenija Sidorova„Das Akkordeon hat sich in der Klassik etabliert“
Ksenija Sidorova über das Akkordeon als „Instrument des Jahres“, die Vielfalt des Repertoires und wieso es sich bestens für Anfänger eignet.
Termine für die Festtage






