Mein Publikumserlebnis ...

… Daniel Müller-Schott

Während der Votingphase für das Publikum des Jahres 2019 fragen wir Künstler nach ihren besonderen Publikumserlebnissen. Den Anfang macht Cellist Daniel Müller-Schott.

© Uwe Arens

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott

Ich war gerade fünf Jahre alt, als ich im Münchner Herkulessaal Schumanns Cellokonzert mit Yo-Yo Ma erlebt habe. Der Klang des Instruments und die Art, wie er gespielt hat, haben mich so verzaubert, dass ich unbedingt Cello lernen wollte. Mit seiner Offenheit hat Yo-Yo Ma das ganze Publikum auf diese musikalische Reise mitgenommen. Das hat mich sehr geprägt. Später, als ich ihn getroffen habe, habe ich ihm das natürlich erzählt, und er hat sich wirklich darüber gefreut, mich zum Cellospiel inspiriert zu haben.

Jetzt stehe ich selbst als Künstler regelmäßig in meiner Heimatstadt München auf der Bühne und werde dort immer sehr herzlich empfangen. Die meisten Besucher, die in meine Konzerte kommen, kennen mich schon sehr lange. Oft sind auch Familie und Freunde dabei. Deswegen spüre ich dort immer eine große Verbundenheit und Herzlichkeit. Generell ist das Musikverständnis, die Konzentration und die Begeisterungsfähigkeit des Münchner Publikums herausragend.

In Asien fühlt sich Daniel Müller-Schott wie in einem Popkonzert

Auch die Zuhörer in Asien begeistern mich immer wieder. Vor allem in Südkorea liegt der Altersdurchschnitt bei etwa 25 Jahren, und es sind überraschend viele Frauen im Publikum. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass viele junge Frauen ihre endlich erlangte Unabhängigkeit leben und es ein großes Privileg ist, die europäische Kultur kennenzulernen. Das spürt man in den Konzerten: Manchmal fühle ich mich wie in einem Popkonzert, wenn es schon zwischen den Sätzen einen riesigen Applaus, die Leute aufspringen und jubeln. Es gibt eine ganz andere Spontaneität seitens des Publikums. Diese Energie spürt man schon, wenn man auf die Bühne geht und es ist immer wieder fantastisch dort zu konzertieren.

Wer wird das Publikum des Jahres 2019? Stimmen Sie jetzt ab.

Termine

Freitag, 14.01.2022 20:00 Uhr Paterskirche Kempen

Daniel Müller-Schott, Aris Quartett

Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 18/1, Prokofjew: Sonate für Cello solo op. 134, Schubert: Streichquintett C-Dur D 956

Samstag, 29.01.2022 15:00 Uhr Mozart Ton- und Filmsammlung Salzburg
Mittwoch, 16.02.2022 20:00 Uhr Prinzregententheater München

Daniel Müller-Schott, Orchestra della Svizzera italiana, Markus Poschner

Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

Freitag, 18.02.2022 20:00 Uhr Komische Oper Berlin

Daniel Müller-Schott, Orchester der Komischen Oper Berlin, Axel Kober

Dvořák: Cellokonzert h-Moll op. 104, Zemlinsky: Die Seejungfrau

Sonntag, 27.03.2022 18:00 Uhr Konzerthaus Blaibach

Eldbjørg Hemsing, Daniel Müller-Schott, Martin Stadtfeld

Beethoven: Klaviertrio Nr. 5 D-Dur op. 70/1 „Geistertrio“, Grieg: Andante con moto für Klaviertrio, Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50

Montag, 28.03.2022 19:30 Uhr Theater Erfurt

Martin Stadtfeld, Eldbjørg Hemsing, Daniel Müller-Schott

Beethoven: Geistertrio, Grieg: Klaviertrio A-Dur, Tschaikowsky: Klaviertrio op. 50

Donnerstag, 07.04.2022 20:00 Uhr Residenz München

Renaud Capuçon, Daniel Müller-Schott, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, …

Brahms: Doppelkonzert a-Moll op. 102, Bartók: Suite aus „Der wunderbare Mandarin“ op. 19, Blacher: Paganini-Variationen op. 26

Freitag, 08.04.2022 20:00 Uhr Residenz München

Renaud Capuçon, Daniel Müller-Schott, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, …

Brahms: Doppelkonzert a-Moll op. 102, Bartók: Suite aus „Der wunderbare Mandarin“ op. 19, Blacher: Paganini-Variationen op. 26

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