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Khatia Buniatishvili mit Brahms auf Europa-Tournee

Hochemotional und romantisch

In Brahms’ zweitem Klavierkonzert entfachen Khatia Buniatishvili, das Orchestre de la Suisse Romande und Jonathan Nott die innere Glut des Nordlichts.

vonSören Ingwersen,

Immer noch wird Johannes Brahms zuweilen unterstellt, er sei ein kühler Klassizist. Wer wäre besser geeignet, diesen Etikettenschwindel aufzudecken, als die georgische „Flügelstürmerin“ Khatia Buniatishvili? Mit ihrer hochemotionalen Spielweise bringt sie das zweite Klavierkonzert des Nordlichts Brahms zum Glühen. Das fast einstündige und zutiefst romantische Werk wurde bereits nach seiner Uraufführung 1881 vom einflussreichen Kritiker Eduard Hanslick als „Sinfonie mit obligatem Klavier“ geadelt – nicht nur ob seiner dichten Instrumentation, sondern auch angesichts der Tatsache, dass der Solist fast unterbrochen gefordert ist. Zur Seite steht der Wahlpariserin Buniatishvili dabei das Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung seines Chefdirigenten Jonathan Nott, das ihr zuvor mit Claude Debussys „Images“ einen zauberhaften Klangfarbenteppich ausbreitet. „Das Orchester klingt hier wie ein Kristall“, notierte der Komponist über sein Triptychon.

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