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CD-Rezension Camille Thomas – Saint-Saëns & Offenbach

Feinfühlig

Die Mühelosigkeit ihres Spiels, die selbstverständlich fließenden weichen Linien sowie der Farbreichtum besonders der leisen Töne begeistern auf Anhieb

vonAndreas Falentin,

Mit ihrem beim kleinen Label La Dolce Vita erschienenen Album „Reminiscences“ gewann die junge belgische Cellistin Camille Thomas nicht nur das CD-Publikum für sich, sondern auch ihren ersten ECHO Klassik und einen Vertrag bei der Deutschen Grammophon. Ihre erste Aufnahme bei dem gelben Traditionslabel ist Werken von Offenbach und Saint-Saëns gewidmet. Die Mühelosigkeit ihres Spiels, die selbstverständlich fließenden weichen Linien, die Intensität und der Farbreichtum besonders der leisen Töne begeistern auf Anhieb. Gleichzeitig fällt eine deutliche Neigung zur lyrischen Verinnerlichung auf. Die romantischen Aufschwünge und dynamischen Zuspitzungen des Saint-Saëns-Konzertes etwa erscheinen fast ganz nach innen gewendet, wodurch sie im Ausdruck recht neutral bleiben und in Offenbachs „Les larmes de Jacqueline“ dürfte das Cello auch mal überbordend auflachen statt nur entspannt zu lächeln.

Camille Thomas – Saint-Saëns & Offenbach
Saint-Saëns: Cellokonzert a-Moll op. 33, Suite op. 16b & Mon coeur s’ouvre a ta voix aus „Samson et Dalila“
Offenbach: Barcarolle aus „Les Contes d’Hoffmann“, Introduction, Priere & Bolero op. 22, Les larmes de Jacqueline op. 76 Nr. 2 & Je suis bresilien aus „La Vie parisienne“

Camille Thomas (Violoncello), Nemanja Radulović (Violine), Rolando Villazón (Tenor), Orchestre National de Lille, Alexandre Bloch (Leitung)
Deutsche Grammophon

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