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Rezension Camille Thomas – The Chopin Project Trilogy

Eigenwillig

Aus drei verschiedenen Perspektiven nähert sich die französische Cellistin Camille Thomas dem Komplex Chopin und das Cello.

vonChristian Lahneck,

Chopin und das Cello – klingt zunächst nicht nach einem Ansatz, der genug trägt, um damit drei CDs bestücken zu können. Bei Camille Thomas liegen die Dinge anders. Sie nähert sich dem Thema aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln, zunächst mit dem Schwerpunkt Transkriptionen, die teilweise von ihrem Pianisten Julien Brocal stammen. Der zweite Akt bringt alle Originalwerke, in denen Chopin dem Cello eine eigene Rolle zugewiesen hat, darunter die Cello-Sonate und das Klaviertrio. Schließlich ist der dritte Teil Chopins Freund, dem Cellisten Auguste Franchomme gewidmet. Camille Thomas zeigt, wie gut sich das Cello für diese Musik eignet, auch und gerade in den Bearbeitungen. Sie spielt nie im Sinne effektbetonter Zugaben, sondern stets mit dem nötigen Ernst und mit viel Wärme. Wie passend auch, dass Thomas auf jenem Stradivari-Instrument spielt, auf dem Franchomme einst selbst gespielt hat.

Camille Thomas
Camille Thomas

The Chopin Project Trilogy
Werke von Chopin u. a.

Camille Thomas (Violoncello), Daniel Hope (Violine), Lucas Debargue, Julien Brocal, Julien Libeer & Philip Krause (Klavier)
Deutsche Grammophon

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