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Rezension Daniel Lozakovich – Lost to the World

Mit Fokus

Klar in der Tongebung, deutlich konturiert und wo nötig innig spielt Daniel Lozakovich Bearbeitungen bekannter Zugaben.

vonChristoph Vratz,

Angelehnt an das von Gustav Mahler vertonte Rückert-Gedicht „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ hat der Geiger Daniel Lozakovich mit Hélène Mercier am Klavier ein neues Album entwickelt. Wer bei den Bearbeitungen von teils namhaften (Zugaben-)Stücken einen Mangel an Seriosität vermutet, wird eines Besseren belehrt. Lozakovich spielt klarer mit Tongebung, nie seifig. Ob Rachmaninows „Vocalise“ oder Faurés „Après un Rêve“: Auch im Leisen wahrt Lozakovich seinen Fokus, der Klang behält seine Konturen. Stücke wie „La Chanson d’Hélène“ von Philippe Sarde oder Kurt Weills „Youkali“ überzeugen mit angemessener Innigkeit und Diskretion. Hélène Mercier assistiert zurückhaltend, doch der Gefahr einer pedallastigen, zuckrigen Darstellung entgeht sie souverän. Lohnend etwa die Dialoge bei Joseph Kosmas „Autumn Leaves“. Virtuoser Schwerpunkt des Albums ist Kreislers „Präludium & Allegro im Stile Pugnanis“.

Lost to the World
Werke von Rachmaninow, Debussy, Fauré, Tschaikowsky, Weill, Sarde, Händel, Kosma, Kreisler & Mahler

Daniel Lozakovich (Violine), Hélène Mercier (Klavier)
Warner Classics

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