Krieg in der Ukraine: Benefizkonzerte

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Immer mehr Kulturinstitutionen zeigen sich mit Benefizveranstaltungen solidarisch mit der Ukraine.

© akitada31/Pixabay

Viele Konzerthäuser solidarisieren sich mit der Ukraine und veranstalten Benefizkonzerte

Viele Konzerthäuser solidarisieren sich mit der Ukraine und veranstalten Benefizkonzerte

Mit großer Anteilnahme und Betroffenheit blickt die Welt auf den Krieg in der Ukraine. Rund um den Globus demonstrieren die Menschen gegen den Einmarsch Russlands in sein Nachbarland. Gleichzeitig zeigt die Kulturszene ihre Solidarität mit der Ukraine und reagiert mit Programmänderungen und Benefizkonzerten. So veranstaltet das Netzwerk Weltoffenes Dresden (#WOD) am Sonntag, 6. März, um 11 Uhr im Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden ein Benefizkonzert. Die Erlöse gehen an die Hilfsorganisation arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. Organisiert wurde das „Konzert für den Frieden“ binnen weniger Tage von der ukrainischen Musikerin Viktoria Leléka sowie einer Vielzahl ukrainischer Musiker. Auf dem Programm stehen neben Werken ukrainischer Komponisten auch Volkslieder, Weltmusik und Jazz. Der Eintritt ist frei, um Spenden und Voranmeldung unter ticket@staatsschauspiel-dresden.de bzw. telefonisch unter 0351 49 13 555 oder direkt am Kartenvorverkauf wird gebeten.

Ebenfalls ein Zeichen gegen den Krieg setzt das Hamburger Schauspielhaus in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT am Montag, 7. März, mit #StandWithUkraine. Auf dem Programm steht ein Gespräch zwischen Alice Bota (Osteuropa-Expertin und ZEIT-Redakteurin), Sabine Fischer (Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit), dem ukrainischen Autor Juri Andruchowytsch sowie dem belarusischen Schriftsteller Viktor Martinowitsch, dessen Roman „Revolution“ im Mai am Schauspielhaus uraufgeführt wird. Dazu erklingt Musik des Jazz-Saxofonisten Vlatko Kucan und des Perkussionisten Mark Nauseef, zudem lesen Ensemble-Schauspieler Texte unter anderem von Juri Andruchowytsch, Katja Petrowskaja, Serhij Zhadan, Marina Weisband und Viktor Martinowitsch. Der Eintritt ist frei.

In München spielen am Dienstag, 8. März, Anne-Sophie Mutter sowie Mitglieder der Münchner Philharmoniker, des BR-Symphonieorchesters und des Bayerischen Staatsorchesters bei einem gemeinsamen Benefizkonzert in der Isarphilharmonie Werke von Beethoven. Sämtliche Erlöse des Konzerts gehen an die Organisation Save the Children. Tickets sind erhältlich unter www.mphil.de und www.muenchenticket.de.

Ein Zeichen gegen den Einmarsch in die Ukraine und für den Frieden setzt auch das Land Hessen mit dem hr-Sinfonieorchester, das am Donnerstag, 10. März, um 20 Uhr zu einem Benefizkonzert in die Alte Oper Frankfurt einlädt. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an die Ukraine-Nothilfe des Bündnisses „Entwicklung hilft“. Auf dem Programm stehen unter anderem der Finalsatz von Beethovens 9. Sinfonie. Karten kann man unter www.hr-ticketcenter.de erwerben.

In Berlin kündigten das Konzerthausorchester und dessen Chefdirigent Christoph Eschenbach für Donnerstag, 17. März, um 18:30 Uhr ein Solidaritätskonzert für ukrainische Kinder und Familien an, es erklingen Werke von Dmitri Schostakowitsch. Die Erlöse gehen an das SOS-Kinderdorf Ukraine, Tickets sind erhältlich unter www.konzerthaus.de.

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