Dunkles Gesicht, rabenschwarzes, wirres Haar: So malte Delacroix den „Hexenmeister auf der Geige“. Eine unwiderstehliche Ausstrahlung dürfte Paganini besessen haben. Dabei war er keine heroische Virtuosengestalt. Totenbleich, mit zahnlos eingefallenem Mund, schlurfendem Gang und gespenstisch ausgemergeltem Körper – Folge der Quecksilberkuren gegen seine Syphilis – betrat er die Bühne. Doch weder Robert Schumann noch Eduard Hanslick konnten sich seiner „überwältigenden Genialität“ entziehen, trotz „greller, unschöner Striche“, die auch der Dichter Ludwig Rellstab in einem Berliner Konzert 1829 hörte. „Aufregend und pikant“ fand Fanny Hensel „diesen Menschen, der das Aussehen eines wahnsinnigen Mörders und die Bewegungen eines Affen hat“. Franz Liszt glaubte gar, „dass jene vierte Saite, der er so zauberische Weisen entlockte, der Darm eines Weibes sei, das er eigenhändig erwürgt habe”. Und Heine fragte: „Ist es ein Toter, der aus dem Graben gestiegen, ein Vampir …?“ Im Kammermusiksaal Berlin spüren Geiger Oscar Bohórquez und Schauspieler Ulrich Tukur mit Briefen und Musik dem Mythos Paganini nach.
Mo., 06. April 2026 10:00 Uhr
Musik in Kirchen
Mo., 06. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Malika Tirolien, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Jonathan Stockhammer
Osterfestspiele Baden-Baden
Mo., 06. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Staatskapelle Halle, Andreas Wolf
Werke von Rimski-Korsakow u. a.
Mo., 06. April 2026 11:00 Uhr
Musik in Kirchen
Christoph Eisert, Klaus Geitner
Werke von Telemann, Bédard, Pasini u. a.
Mo., 06. April 2026 11:00 Uhr
Musik in Kirchen
Rock me(ets) Amadeus
Mozartwoche Kloster Seeon






